Noch freie Lehrstellen:
Erste Bauwerksmechanikerin ausgebildet
BAD AROLSEN - 52 junge Menschen beginnen in diesem Jahr ihre Ausbildung zum Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik. Trotz des großen Zuspruchs gibt es noch freie Lehrstellen für das aktuelle Ausbildungsjahr.
Der Fachverband Betonbohren und -sägen vermittelt Ausbildungsbetriebe in ganz Deutschland.
„Chirurgin“ an der Lissmac:
Anne-Kathrin Schwarz schloss als erste Frau
ihre Ausbildung zur Bauwerksmechanikerin ab.
„Der Einstieg ist jederzeit möglich,“ sagt Thomas Springer, Vorsitzender des Fachverbandes Betonbohren und -sägen. „Der Fachverband vermittelt Interessenten Ausbildungsbetriebe in ganz Deutschland.“ Das Angebot richtet sich an Haupt- und Realschulabgänger mit technischem Verständnis. Bauwerksmechaniker sind spezialisierte Experten, die im Baugewerbe dringend gesucht werden. Mit fast 100 Prozent ist die Übernahmequote der Auszubildenden entsprechend hoch.
Das neue Berufsbild initiierte der Fachverband Betonbohren und -sägen vor sieben Jahren. Seitdem haben mehr als 120 Azubis ihre Lehre erfolgreich abgeschlossen. 2010 absolvierte Anne-Kathrin Schwarz aus Oberkirch als erste Frau erfolgreich die Abschlussprüfung in dem ansonsten von Männern dominierten Ausbildungsberuf. „Der Bauwerksmechaniker ist ein sehr technisch orientierter Beruf“, erläutert Schwarz ihre Beweggründe. „Besonders faszinieren mich die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten moderner Bohr- und Sägetechnik, um fast schon mit chirurgischer Präzision Beton und Stein zu bearbeiten.“
Die dreijährige Lehre verläuft in zwei Stufen. In den ersten beiden Jahren lernt der Auszubildende handwerkliche Grundlagen wie Mauern oder die Herstellung von Stahlbetonbauteilen und Holzkonstruktionen. Nach dem Abschluss als Hochbaufacharbeiter folgt im dritten Jahr die Spezialisierung in den Bereichen Betonbohren und -sägen sowie Abbruch. Auf dieser Stufe ist auch ein Quereinstieg von bereits ausgebildeten Hochbaufacharbeitern zur Spezialisierung möglich. Ausbildungsbetriebe gibt es flächendeckend in ganz Deutschland. Die überbetriebliche Ausbildung übernehmen das Ausbildungszentrum der Bauindustrie in Hamm zusammen mit dem Hans-Schwier-Berufskolleg in Gelsenkirchen oder das Berufsförderungswerk in Frankfurt/Oder mit der Berufsschule im Oberstufenzentrum in Seelow.
Herstellerfirmen der Werkzeug- und Maschinentechnik, die Mitglied im Fachverband sind, stellen in der überbetrieblichen Ausbildung die modernste Generation an Werkzeugen zur Verfügung und bieten bei Bedarf eine persönliche Betreuung durch eigenes Fachpersonal. Das sichert eine Ausbildung auf dem technologisch neuesten Stand. So sind die Azubis nach der Lehre gefragte Fachkräfte bei ihren Ausbildungsbetrieben mit hervorragenden Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt.
www.fachverband-bohren-saegen.de