Terex Cranes schließt Werk Bierbach

ZWEIBRÜCKEN, 14.12.2016 – Terex Cranes schließt im Zuge weltweiter Kostensenkungsmaßnahmen eines seiner drei deutschen Werke am Standort Zweibrücken: Der Betrieb im Werk Bierbach wird 2017 eingestellt und die Fertigung der Demag-Raupen- und All-Terrain-Krane in den Werken Dinglerstraße und Wallerscheid zusammengeführt.

Terex Cranes-Werk Bierbach
Wie viele der etwa 200 Arbeitsplätze im Terex-Cranes-Werk im saarländischen Blieskastel-Bierbach wegfallen werden, ist noch unsicher. Ein Teil der Mitarbeiter wird wohl in den beiden anderen Werken weiterbeschäftigt.
Steve Filipov, Präsident von Terex Cranes
Steve (eigentlich Stoyan) Filipov war schon von 2004 bis 2008
Präsident von Terex Cranes. Anschließend war er für Vertrieb
und Produktion in Entwicklungsmärkten zuständig und wurde
2014 Geschäftsführer der Terex Material Handling & Port Solu-
tions GmbH.
Neben dem Werk Bierbach, wo der Stahlbau, das Ersatzteillager und die Reparaturwerkstatt angesiedelt sind, will Terex Cranes auch die Stahlbau- und Ersatzteilefertigung im ungarischen Pecs verkaufen. Durch diese Maßnahmen soll die Produktion der Terex-Krane effizienter gestaltet werden. Sie sind Teil eines großen Kostensenkungsprogramms, das an allen weltweiten Standorten des Unternehmens große Veränderungen gebracht hat.

2016 hat Terex Cranes bereits die Fertigung in den USA an einem Standort gebündelt. Im Zuge des bevorstehenden Verkaufs des Geschäftsbereichs Material Handling und Port Solutions an Konecranes wird außerdem das Werk im französischen Montceau Les Mines geschlossen, wo bislang vier All-Terrain-Kran-Modelle produziert wurden. Die Produktion dieser Modelle wird in andere Terex-Werke verlagert.

Insgesamt will Terex Cranes nach Abschluss aller Umstrukturierungen weltweit 30 Prozent seiner Stellen abbauen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müsse Terex Cranes „einen präzisen Fokus auf die Steuerung unserer Kosten richten, unser Fertigungsnetzwerk an den Marktbedingungen ausrichten und eine effizientere und flexiblere Organisationsstruktur schaffen“, sagte der frischgebackene Präsident von Terex Cranes, Steve Filipov. Das Unternehmen wolle sich dafür auf seine Kernkompetenzen konzentrieren. 2017 will Terex Cranes unter anderem einen neuen Flat-Top-Turmdrehkran vorstellen, wieder in den Citykran-Markt einsteigen und einen sechsachsigen Kran der 300-Tonnen-Tragfähigkeitsklasse einführen.
Terex Cranes-Werk Dinglerstraße
Das Stammwerk von Terex Cranes in der Dinglerstraße in Zweibrücken soll im Rahmen der Umstrukturierung gestärkt werden. "Mehrere Millionen Dollar" will der Hersteller hier und im Werk Wallerscheid investieren. | Fotos: Terex Cranes