Komatsu entwickelt fahrerlosen Muldenkipper

TOKIO, 03.01.2017 – Komatsu hat auf der Messe Minexpo in Las Vegas ein fahrerloses Transportfahrzeug für Tagebaue, das so genannte „Innovative Autonomous Haulage Vehicle“ (IAHV), vorgestellt. Anders als die Modelle 930E und 830E hat Komatsu dieses kabinenlose Fahrzeug ausschließlich als fahrerlose Ausführung geplant und entwickelt.

„Innovative Autonomous Haulage Vehicle“ von Komatsu auf der Minexpo 2016
Vorbei die Zeiten, da Muldenkipper im Prinzip alle gleich aussahen: Das „Innovative Autonomous Haulage Vehicle“ von Komatsu, hier auf der Minexpo International 2016 in Las Vegas, verzichtet von vornherein auf eine Fahrerkabine. | Foto: Komatsu
Beim IAHV wird das Gewicht sowohl im beladenen als auch im unbeladenen Zustand gleichmäßig auf alle vier Räder verteilt. Durch Allradantrieb, Retarder und Lenkung können hocheffiziente Shuttlefahrten zwischen Be- und Entladeort durchgeführt werden. Da das Fahrzeug sowohl vorwärts als auch rückwärts fährt, sind keine Wendemanöver mehr erforderlich. Das IAHV ist insbesondere für den Einsatz in Bergwerken ausgelegt, in denen bereits unbemannte Transportfahrzeuge unter schwierigen Einsatzbedingungen arbeiten, wie z.B. auf rutschigem Untergrund aufgrund von häufigen Regen-/Schneefällen oder in räumlich extrem beengten Tagebauen. Das Fahrzeug soll schon bald auf den Markt kommen.

Komatsu ist seit der Kommerzialisierung von autonomen Transportsystemen („Autonomous Haulage Systems“, AHS) im Jahr 2008 weltweit marktführend. Seitdem wurden mit AHS-Muldenkippern über eine Milliarde Tonnen Abraum und Erze in den Großminen in Chile und Australien bewegt. Komatsu treibt die Entwicklung ferngesteuerter und unbemannter Fahrzeugen aktiv voran. Das Unternehmen trägt dadurch maßgeblich zur Steigerung der Produktivität seiner Kunden im Gewinnungssektor bei.