Atlas Copco übernimmt Erkat Spezialmaschinen

STOCKHOLM/LEIMBACH, 18.01.2017 – Atlas Copco übernimmt den deutschen Anbaufräsenhersteller Erkat Spezialmaschinen und Service GmbH. Die Schweden erweitern dadurch erheblich ihr Anbaufräsen-Programm, das seit 2014 acht Geräte für Bagger zwischen einer und 50 Tonnen umfasste.

Erkat-Anbaufräsen für Bagger
Erkat produziert verschiedenste Typen von Anbaufräsen für Bagger und Lader zwischen einer und 125 Tonnen, die im Tiefbau, Tunnelbau, Abbruch und vielen weiteren Anwendungen eingesetzt werden. | Foto: Atlas Copco

Erkat hat seinen Hauptsitz im thüringischen Hämbach und unterhält Vertriebs- und Servicestandorte weltweit. Das Unternehmen produziert Anbaufräsen für Bagger und Kompaktlader, die vor allem bei Bau- und Abbrucharbeiten sowie in Steinbrüchen und im Tunnelbau zum Einsatz kommen. Erkat beschäftigt 38 Mitarbeiter und hat 2015 einen Umsatz von zwölf Millionen Euro erzielt.

„Anbaufräsen sind ein ideales ergänzendes Produkt für Atlas Copco als Anbieter von Lösungen für Gesteinsaushub, Tunnel- und Fundamentprofilierung sowie Abbruch“, sagt Vladimir Kozlovskiy, Leiter des Atlas Copco-Geschäftsbereichs Baugeräte. Anbaufräsen haben sich in den letzten Jahren bei Abbruch und Gesteinsaushub durchgesetzt, vor allem aufgrund strengerer Vorschriften für Lärm und Vibrationen, aber auch durch bessere Leistung bei bestimmten Anwendungen und Materialeigenschaften. „Fräswalzen schließen bei bestimmten Anwendungen die Lücke zwischen herkömmlichen Baggerschaufeln, die sich für den Aushub von Erdreich eignen, und hochentwickelten Hydraulikhämmern, die beim Abbau von Festgestein zum Einsatz kommen”, sagt Kozlovskiy. Die Akquisition soll im ersten Quartal 2017 abgeschlossen werden; über den Kaufpreis haben die Unternehmen Stillschweigen vereinbart.

Der bisherige Inhaber der Firma, Klaus Ertmer, hat angekündigt, die Produktpalette seiner weiteren Firma Erket GmbH erheblich ausbauen und diese Produkte zukünftig unter der Marke Kemroc anbieten zu wollen. Laut Ertmer sollen die Anbaufräsen beider Firmen weiterhin am Standort Hämbach in Thüringen produziert werden. Dieser Standort soll später noch erweitert werden.