Atlas Copco trennt sich von Dynapac

STOCKHOLM, 16.01.2017 – Das Experiment ist beendet: Atlas Copco trennt sich nach knapp zehn Jahren wieder vom Straßenbaugeschäft. Der Geschäftsbereich verfüge nicht über die erforderliche Größe, um die Nummer Eins oder Zwei in diesem Marktsegment zu werden, hieß es von der Konzernspitze zur Begründung.

Straßenfertiger-Produktion in Wardenburg
Ein Bild aus besseren Tagen: Fertiger-Produktion in Wardenburg im Sommer 2010.
Die Abteilung Straßenbaumaschinen, Teil des Atlas Copco-Geschäftsbereichs Bau, produziert Asphalt- und Erdbauwalzen, Fräsen und Fertiger unter der Marke Dynapac. Dazu gehören Vertriebs- und Servicestätten in 37 Ländern und – neben dem deutschen Werk in Wardenburg (Niedersachsen) – weitere Produktionsstätten in Schweden, Brasilien, Indien und China. Insgesamt sind 1.265 Mitarbeiter beschäftigt, der Umsatz lag 2016 bei 309 Millionen Euro. Durch den Verkauf muss Atlas Copco im Geschäftsjahr 2016 Abschreibungen auf den Firmenwert in Höhe von 127 Millionen Euro vornehmen, die vor allem aus immateriellen Vermögenswerten bestehen.

2007 übernahm Atlas Copco Dynapac inklusive seiner zwei deutschen Werke in Lingen und Wardenburg. Gerade eineinhalb Jahre nach der Übernahme schloss Atlas Copco Ende 2010 das Lingener Werk und verlagerte die Produktion der Fräsen und Straßenfertiger nach Karlskrona und Wardenburg. 2012 lösten die Schweden die alte, am Standort verwurzelte Führungsmannschaft ab und setzten eine neue, aus Schweden und Belgien rekrutierte Geschäftsführung ein, die mit ihren Erfahrungen aus dem Kompressorengeschäft den Aufschwung des Fertiger-Geschäfts in Wardenburg einleiten sollte.
Dynapac Wardenburg 2012
Aufbruchstimmung: Das Wardenburger Dynapac-Werksgelände im Sommer 2012. | Fotos: bi