Schweden sucht deutsche Bauunternehmen für den Wohnungsbau

STOCKHOLM, 07.09.2016 – Bis 2025 braucht Schweden 700.00 neue Wohnungen, prognostiziert die Regierung. Um die Nachfrage bedienen zu können, werden Kooperationspartner aus Deutschland gesucht. Über die Ausschreibungs-Verfahren informiert eine Veranstaltung im Oktober.

Stadtansicht von Kopenhagen - Wohnungsbau in Schweden
Schweden lockt mit Rahmenausschreibungen für schlüsselfertige Mehrfamilienhäuser. | Foto: Shutterstock
In Schweden ist bezahlbarer Wohnraum knapp. Vor allem in den Ballungszentren ist die Lage angespannt. Im Januar hat die Regierung daher eine Initiative für mehr sozialen Wohnraum gestartet und setzt neben Deregulierung auf finanzielle und steuerliche Anreize für Bauunternehmen. Der Gesamtverband der schwedischen kommunalen Wohnungsunternehmen SABO sucht nun verstärkt die Kooperation mit deutschen Wohnungsbauunternehmen.

Ausschreibung über eigene Vergabeplattform


Um der steigenden Nachfrage nachkommen zu können, hat SABO drei Rahmenausschreibungen für schlüsselfertige Mehrfamilienhäuser in unterschiedlicher Größe und Ausführung entwickelt. An den öffentlichen Ausschreibungsverfahren können künftig auch Unternehmen aus dem Ausland über eine standardisierte Vergabeplattform teilnehmen. Bauunternehmen, die den Zuschlag für eines ihrer Angebote erhalten, werden in das Vergabesystem von SABO aufgenommen. Die Mitgliedsunternehmen des Verbandes können über dieses System unbürokratisch Aufträge für weitere Bauprojekte basierend auf dem Ursprungsangebot vergeben. „Die standardisierte Ausschreibung ermöglicht es kooperierenden Bauunternehmen, ihr einmal angenommenes Bauprojekt in unbürokratisch erteilten Folgeaufträgen viele Male hintereinander in ganz Schweden umzusetzen“, so Jonas Högset, verantwortlich für den Wohnungsneubau bei SABO.

Info-Veranstaltung in Berlin


Aktuell sucht SABO verstärkt Kooperationspartner in Deutschland. Aus diesem Grund lädt der Verband interessierte Bauunternehmen zu einer Informations- und Netzwerkveranstaltung am 13. Oktober in die Schwedische Botschaft nach Berlin ein. „Bei der Veranstaltung möchten wir mit potenziellen Partnern auf dem deutschen Markt ins Gespräch kommen und über unsere anstehenden Ausschreibungsverfahren informieren. Unser größtes Mitgliedsunternehmen Förvaltnings AB Framtiden aus Göteborg wird dazu von seinen Plänen berichten, 7.000 neue Wohnungen in den kommenden Jahren zu bauen. Außerdem geben wir einen Einblick in Geschäftsperspektiven, Marktgepflogenheiten und aktuelle politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Schweden“, so Högset.
Zur Veranstaltung stehen nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung, um Anmeldung wird gebeten bei Tim Kötting von Ehrenberg Kommunikation unter Telefon 040-6891 62707 oder eMail tk@ehrenberg-kommunikation.com
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