Neue Off-Road Unimog:

Entspannt über die Buckelpiste

HORSTWALDE, 30.03.2015 – Die beiden neuen Unimog U 4023 und U 5023 lassen sich selbst in Extremsituationen noch entspannt lenken. Das zeigten Testfahrten auf dem Parcours der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM). Wie sie den anspruchsvollen Off-Road-Parcours in Horstwalde meisterten, zeigt unser Video.

Mercedes Unimog auf anspruchsvollem BAM-Parcours in Horstwalde
Der neue geländegängige Unimog konnte auf dem anspruchsvollen BAM-Parcours in Horstwalde ausgiebig getestet werden. | Foto: Daimler

Das Video von bi-GaLaBau Chefredakteur Erwin Bauer zeigt die Stärken des Kurzhauber-Unimog im Gelände südlich von Berlin, beginnend mit dem historischen Modell U 1100, einer Leihgabe des Unimog-Museums, über den neuen U 4023 bis hin zum neuen U 5023 - beide mit Euro VI-Motoren und neuer Reifendruck-Regelanlage.
 
Die beiden neuen hochgeländegängigen Unimog U 4023 und U 5023 sind jetzt mit einem 231 PS starken BlueTec-Mittelmotor ausgestattet, der die aktuelle Euro VI-Emissionsvorschrift erfüllt. Neben der motorinternen gekühlten Abgasrückführung erfolgt die Abgasreinigung hier durch ein nacheinander geschaltetes System aus geschlossenem Partikelfilter, AdBlue-Eindüsung und SCR-Katalysator. Trotz Einhaltung der strengen Abgasvorschriften konnte laut Herstellerangaben mit den neuen Euro VI-Motoren eine Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs um bis zu drei Prozent erreicht werden. Um alle erforderlichen Komponenten unterzubringen, wurde der neue Motor um rund einen Meter nach hinten verlegt, was dem Off-Road-Fahrzeug noch mehr Stabilität im Gelände verleiht und die Integration eines zusätzlichen Nebenabtriebs, direkt vom Motorblock aus, ermöglicht. So kann der neue hochgeländegängige Unimog zum Beispiel bei der Waldbrandbekämpfung nicht nur den eigentlichen Brandherd löschen, sondern sich gleichzeitig selbst mit Wasser besprühen. Alle Kabel lassen sich für den Feuerwehreinsatz mit einem Glasfaser-Hitzeschutz überziehen, der alle funktionswichtigen Leitungen, AdBlue-Tank, Katalysator, Batterie und Bremsaggregate gegen hohe Temperaturen abschirmt.

Neu ist auch die integrierte Reifendruck-Regelanlage, mit der für den jeweiligen Einsatz der passende vorkonfigurierte Druck im Display ausgewählt werden kann. Vorgegeben sind die Modi Straße, Sand und Schlechtweg. So kann die Fahrt in Extremsituationen mit Allradantrieb, zuschaltbaren Differenzialsperren und Reifendruck-Regelanlage effektiv unterstützt werden. Alle Komponenten zusammen mit verwindungsfähigem Rahmen, Portalachsen und niedrigem Schwerpunkt verleihen dem neuen Unimog eine herausragende Geländegängigkeit bei gleichzeitig hohem Komfort. Seine Steigfähigkeit beträgt 45 Grad. Hinzu kommt die maximale Wattfähigkeit von 1,20 m und ein seitlicher Neigungswinkel von 38 Grad.

Wie die Testfahrten auf dem Parcours der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) zeigten, lässt sich das Fahrzeug selbst in Extremsituationen noch entspannt lenken. Die Sitzposition im schwingungsarmen Bereich hinter der Vorderachse und das innovative Kabinenlagerungskonzept schaffen einen hohen Komfort für Fahrer und Insassen. Neben der Waldbrandbekämpfung wurde der neue Off-Road-Unimog u.a. für den schweren Winterdienst, Katastrophenschutz, Kraneinsätze, Pipelinebau, Expeditionen, Bergung von Menschen und Maschinen und nicht zuletzt für den Personentransport im unwegsamen Gelände konzipiert. Die Doppelkabine bietet Platz für bis zu sieben Personen. Das Gesamtgewicht beim U 4023 beträgt maximal 10,3 t, beim U 5023 maximal 14,5 t. Die Zuladung beträgt je nach Modellvariante und Aufbau bis zu 8 t. Interessant für Kommunen: Der für den Katastropheneinsatz z.B. mit Ladekran und Winde ausrüstbare Off-Road-Unimog lässt sich auch als Geräteträger für die unterschiedlichen Aufgaben in der Arealpflege sowie im Winterdienst ausstatten. eb