Gartengestaltung:

Dreidimensional planen leicht gemacht

LÖRRACH, 22.05.2014 - Das 3D-Zeichnen im Garten- und Landschaftsbau ist in den letzten Jahren erheblich einfacher geworden. Das zeigt Klaus Holsmölle vom Softwarehaus Computerworks aus Lörrach am Beispiel des CAD-Programms „Vectorworks Landschaft“.

Bereits der Skizzen-Malstil bietet für den Kunden eine gute Vorstellung vom geplanten Garten. | Abbildungen: Computerworks

Immer mehr Garten- und Landschaftsbaufirmen wenden CAD-Programme an, meist zur Anfertigung von 2D-Plänen. Ihre Kunden wünschen sich aber immer häufiger einen 3D-Plan, um sich die spätere Gartensituation besser vorstellen zu können. Verwunderlich ist es nicht, bieten doch alle Küchenstudios mittlerweile eine 3D-Darstellung der neuen Küche an. Fest steht, dass 3D-Zeichnen in den letzten Jahren viel einfacher geworden ist.

Beim sogenannten Displacement Mapping wachsen die Blätter der Hecke quasi aus der Fläche.
Fotorealistische Nachtdarstellung
Eine 3D-Darstellung eines Gartenplans kann ganz unterschiedlich aussehen. Die Darstellungsvielfalt reicht dabei von abstrakt bis fotorealistisch, Tag- und Nachtdarstellung. Wasserflächen und Glas schimmern bei dieser fotorealistischen Darstellung durchsichtig und kommen ziemlich authentisch rüber. Dies zeigt sich beispielsweise in einer Einstellung, die als „Displacement Mapping“ bekannt ist. Damit wird durch ein Material die Oberfläche nicht nur bildhaft, sondern mit einer natürlichen Oberfläche dargestellt. Eine Hecke oder eine Fuge beschattet sich damit selber. Das macht das gesamte Bild viel realistischer. Das Schöne dabei ist, dass das Ganze durch das Programm selbstständig erzeugt wird. Der Clou: Alle Darstellungsvarianten werden dabei per Knopfdruck aus ein und demselben 3D-Modell erzeugt. bi

Was bedeutet eigentlich 3D-Zeichnen? Das sind zum einen die Pflaster- und Rasenflächen, die  mit einer Höhe in die Planungssituation eingesetzt werden müssen. Auch Gelände- und Treppensituationen müssen so gezeichnet und konstruiert werden, wie sie im späteren Garten auch gebaut werden. Pflanzen, Möbel und Ausstattungen brauchen aber nicht gezeichnet zu werden. Sie sind als 3D-Symbole in einer umfangreichen Bibliothek verfügbar. Sie können einfach mit der Maus in die Zeichnung gezogen werden. Je nach Darstellungsart müssen den Oberflächen Materialien aus Bibliotheken zugewiesen werden. Selbst der Schattenwurf im zeitlichen Verlauf kann bereits in dieser frühen Entwurfsphase berechnet werden: Die Tageslichtbeleuchtung wird einfach durch die Standorteingabe, das Datum und die Uhrzeit in der Funktion Sonnenstand eingestellt. Das Sonnenlicht wird exakt für das Datum und die Uhrzeit automatisch berechnet. Für die punktuelle Beleuchtung stehen Symbole von Gartenleuchten zur Verfügung. Mit echten Lichtwerten wird der gezeichnete 3D-Garten dann genauso beleuchtet wie später der gebaute Garten. Eine Nachtdarstellung kann dann auf Knopfdruck erzeugt werden.

Bei der Nachtdarstellung werden Bäume und Treppen durch Spots beleuchtet und der Pool mit einem LED-Schlauch inszeniert.
Weitere Informationen unter www.computerworks.de


Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der bi-GaLaBau 4/2014.