Asphalteinbau

Ab Mai bzw. Juni gibt es für die Beschäftigten im Bauhauptgewerbe mehr Geld. | Foto: DAV

Tarifvorschlag angenommen: Mehr Lohn und Gehalt im Baugewerbe

BERLIN, 10.06.2016 – Die Tarifpartner haben zugestimmt: Das am 17. Mai für die rund 760.000 Beschäftigten im Baugewerbe erzielte Verhandlungsergebnis hat die Zustimmung der Entscheidungsgremien des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie und der IG Bau gefunden.

Damit gelten damit im Baugewerbe ab 1. Mai 2016 höhere Löhne und Gehälter (Tarifgebiet West: + 2,4 %, Tarifgebiet Ost: + 2,9 %). Die tariflichen Ausbildungsvergütungen werden erst ab 1. Juni 2016 erhöht.
Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, ZDB-Vizepräsident Frank Dupré, zeigte sich zufrieden mit dem Abstimmungsergebnis, obwohl nicht alle Mitgliedsverbände dem Tarifvorschlag zugestimmt haben. Dafür habe er Verständnis: „Die unterschiedliche Umsatz-, Ertrags- und Wettbewerbssituation unserer Mitgliedsbetriebe in den einzelnen Bundesländern hat auch zu unterschiedlichen Reaktionen auf das Verhandlungsergebnis geführt. Das macht deutlich, wie schwierig in bundesweiten Tarifverhandlungen der Spagat zwischen den Erwartungen auf der einen Seite und dem Verkraftbaren auf der andern Seite ist. Offensichtlich sind wir in diesem Spagat der Gewerkschaft für einige Mitgliedsverbände zu weit entgegen gekommen. Unser Ziel, nur tarifliche Mindestbedingungen zu vereinbaren, haben wir noch nicht erreicht. Die hohe Zustimmungsquote zeigt aber auf der anderen Seite die gleichwohl breite Akzeptanz unseres diesjährigen Tarifabschlusses.“

Zustimmung in Schleswig-Holstein

Nach intensiven Diskussionen haben die Mitglieder des Baugewerbeverbandes Schleswig-Holstein den Tarifvorschlag der Tarifverhandlungen im Bau mehrheitlich angenommen. Der Vertreter für die Tarifpolitik im Baugewerbe Schleswig-Holstein, Kai Boysen, erklärt als Verhandlungsführer und zugleich Obermeister der Baugewerbe-Innung Stormarn: „Die Zustimmung zu den Tarifabschlüssen stand in einem an und für sich wirtschaftlich positiven Umfeld, hat aber intensive Auseinandersetzungen ausgelöst, da zu hohe Abschlüsse vielen Betrieben gerade im ländlichen Bereich Probleme bereiten. Daher ist den Mitgliedern des BGV SH eine Zustimmung schwergefallen. Denn die Mehrkosten bei immer noch zu niedrigen Umsatzrenditen in der Bauwirtschaft sind nur dann tragbar, wenn sie an den Markt weitergegeben werden.“ bi