Ortsmitte umgestaltet mit Granit und Augenzwinkern

BERLIN, 04.07.2016 – Rund 2,1 Millionen Euro investierte die Marktgemeinde Randersacker in die Umgestaltung ihrer Ortsmitte. Verkehrsberuhigt, barrierefrei und mit gar nicht klassischem Brunnen präsentiert sie sich heute. Mit dem Natursteinlieferanten Besco fanden die Verantwortlichen einen erfahrenen Experten im Projektgeschäft.

Place de Vouvrey in Randersacker
In der Nähe von Würzburg direkt am Main und umgeben von Weinbergen liegt die Marktgemeinde Randersacker mit rund 3.400 Einwohnern. Nach dem Bau der Ortsumgehung wurde die verkehrsberuhigte Mitte neu gestaltet.

Die Bürger des Weinortes Randersacker (Landkreis Würzburg) atmeten auf, nachdem die Bundesstraße B 13 umgeleitet wurde, die zuvor mitten durch die Marktgemeinde ging. Die Planung des Rathausplatzes und des Place de Vouvrey sowie der anliegenden Würzburger Straße übernahm die Arbeitsgemeinschaft Büro für Städtebau & Architektur Dr. Holl und mahl.gebhard.konzepte. Sie entschieden sich,  Granitsteine für die Straßen und Plätze zu verwenden. So ist auf dem Rathausplatz von Randersacker sowie der Würzburger Straße und dem nach der Partnerstadt benannten Place de Vouvrey ein beigefarbener Granitbelag das durchgängige Gestaltungselement. Die neuen, einheitlichen Pflastersteine heben die Unterschiede zwischen Fußgängerbereich und der verkleinerten Fahrbahn der einstigen Bundesstraße fast vollkommen auf. Der Leiter des verantwortlichen Architekturbüros, Dr. Harmut Holl, entwarf zusammen mit den Stadtplanern Andrea Gebhard und Johannes Mahl-Gebhard einen Ort zum Verweilen, der nach den Kriterien der Barrierefreiheit gebaut wurde. Als Trennung zwischen Gehweg und Fahrbahn der Würzburger Straße sorgt eine drei Zentimeter tiefer verlegte Pflasterrinne, die auch als Orientierungshilfe für Sehbehinderte dient.

Place de Vouvrey in Randersacker
Der umgestaltete Place de Vouvrey mit Pflastersteinen aus beigefarbenen belgrano Granit mit barrierefreier und sehbehindertengerechter Wegführung. Hingucker ist der neue Brunnen „Balthasars Badewanne“ von Matthias Braun.

Badewanne mitten im Ort


Insgesamt wurde auf der Würzburger Straße und am zentralen Place de Vouvrey eine Fläche von ca. 4.000 Quadratmetern neu bepflastert. Als echter Blickfang dient dort ein moderner Brunnen namens „Balthasars Badewanne“. Er wurde von dem Künstler Matthias Braun in Anlehnung an den berühmten Baumeister Johann Balthasar Neumann designt, der mit der Region eng verbunden war. Auch die renovierungsbedürftigen Bodenplatten in der Pförtleinsgasse, Herrngasse und Klosterstraße in Randersacker wurden ausgewechselt. Dafür wurde ein geprüfter grau-beigefarbener belgrano Granit verwendet. Der Natursteinspezialist Besco aus Berlin lieferte die allseitig gesägten Pflastersteine in zwei Ausführungen: sowohl mit geflammter als auch mit gestockter Oberfläche. Dieser gemischte und farblich abwechslungsreiche Pflasterverband passt perfekt zum Muschelkalk, der meistens bei den Häusern in Randersacker verbaut wurde.

Beton oder Naturstein?


Bevor die Ortsmitte von 2013 bis 2014 umgestaltet werden konnte, gab es im Gemeinderat kontroverse Diskussionen, ob Naturstein oder der vergleichsweise günstigere Beton eingesetzt werden sollte. Neben Granit war der regionale Muschelkalk im Gespräch, der allerdings aufgrund seiner porösen Struktur als Bodenbelag doch nicht in Frage kam. Architekt Dr. Holl empfahl Naturstein wegen seiner Nachhaltigkeit, wofür sich der Gemeinderat letztendlich auch entschied. Der beigefarbene Granitstein auf der ehemaligen Durchfahrtsstraße hält sich optisch zurück und lenkt den Blick der Anwohner oder Touristen auf die schönen Weinberge der Umgebung. bi

Weitere Infos zu den belgrano Natursteinen unter www.besco-gmbh.de
Granitpflaster Belgrano
Belgrano Granit: Zwischen Gehweg und Fahrbahn der neu gestalteten Würzburger Straße dient eine drei Zentimeter tiefer verlegte Pflasterrinne als Blindenleitlinie. | Fotos: Besco


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