Franken Maxit weitet Mörtelpad-Produktion aus

AZENDORF, 18.07.2016 – Seit Anfang 2015 ist das Mörtelpad von Franken Maxit auf dem Markt. Jetzt weihte das oberfränkische Unternehmen eine zusätzliche Produktionshalle für Mörtelpads und einen neuen Kalkofen ein. Diese Investitionen gehören zu einem großangelegten Ausbau am Stammsitz in Azendorf.

Werksgelände von Franken Maxit in Azendorf
Neue Mörtelpad-Produktionshalle (links im Bild): Bis zu 22 zusätzliche Fertigungsstrecken heben künftig die Produktion an Mörtelpads auf rund 200.000 Stück pro Tag. | Fotos: Franken Maxit

Ilse Aigner und Hans-Dieter Groppweis
Beim Festakt am 9. Juli weihte die
bayerische Wirtschaftsministerin Ilse
Aigner (CSU) die Bauwerke vor etwa
1.000 geladenen Gästen ein. Neben
ihr Firmenchef Hans-Dieter Groppweis.
In der neuen Halle mit einer Abmessung von 30 mal 60 Metern sind bis zu 22 Produktionslinien vorgesehen. Auf den bisherigen fünf Fertigungsstrecken waren rund drei Millionen Mörtelpads vom Band gelaufen. „Unsere Investition war notwendig, denn mit den bisherigen Stückzahlen können wir der Nachfrage einfach nicht mehr gerecht werden“, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Hans-Dieter Groppweis. Künftig können bei maximaler Auslastung rund 200.000 Mörtelpads pro Tag produziert werden – genug für den Bau von rechnerisch täglich 66 Einfamilienhäusern in den gängigen Außenwandformaten. Mittelfristig kalkuliert das Unternehmen mit einer Jahresproduktion von rund 50 Millionen Stück.

Vermarktung in Europa geplant


„In erster Linie versorgen wir mit unserer Produktion den heimischen Markt – und da sind wir längst noch nicht am Ende angekommen“, sagte Marketingleiter Reinhard Tyrok. „Dennoch denken wir parallel darüber nach, wo im Ausland das Mörtelpad gute Vermarktungschancen hätte.“ Der Markenschutz für das Mörtelpad gelte auch international und das europäische Patent sei unterwegs. In Deutschland sind mittlerweile rund 200 Bauunternehmen in die Verarbeitung eingewiesen, hieß es. Aktuell wird an einer neuen Version des mitgelieferten Bewässerungssystems gearbeitet.



Tagesleistung gesteigert


Auch ein neuer Kalkofen stand im Mittelpunkt des letzten Investitionsschrittes. Er gehört zu den modernsten seiner Art in Europa und ergänzt die beiden bisherigen Öfen aus den Jahren 1973 und 1996. Dahinter stand vor allem das Bestreben, die Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit beim Kalkbrennen zu erhöhen. Die Tagesleistung an gebranntem Kalk steigert der neue Ofen von rund 60 auf etwa 200 Tonnen. Die Abwärme nutzt Franken Maxit in den kühleren Monaten, um das Verwaltungsgebäude zu beheizen.
Ungefähr 20 Millionen Euro hat Franken Maxit nach eigenen Angaben für Modernisierung- und Erweiterungsmaßnahmen insgesamt eingeplant. bi