Neues zur Zukunftsbranche Landschaftsbau

WEIHENSTEPHAN-TRIESDORF, 11.08.2016 – Der Garten- und Landschaftsbau gilt als eine der Zukunftsbranchen in Bayern. Dies zeigte sich wieder sehr deutlich auf der 13. Landschaftsbautagung am 17. Juni in Freising. Hier ging es auch um die wichtigen Themen, die den GaLaBau in Zukunft verstärkt beschäftigen werden.

Professoren der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
(v.l.n.r.) Prof. Dr. Wolf Dieter Rommel, Ulrich Schäfer, Rudolf  Walter Klingshirn und Prof. Dr. Markus Reinke, Dekan der Fakultät Landschaftsarchitektur, HSWT. | Foto: VGL Bayern

Über 200 Besucher informierten sich in Impulsvorträgen zum Schwerpunktthema „Innovative Baustoffe und Bauweisen - Chancen und Risiken im Spiegel des Regelwerks.“ Neu entwickelte Produkte sowie deren Eigenschaften werden immer attraktiver für die grüne Branche. Nicht alle Materialien entsprechen jedoch den aktuellen Normen und Richtlinien. Vor diesem Hintergrund reichte das Spektrum der Vorträge von einer grundsätzlichen Auseinandersetzung mit Traditionen und Innovationen im Landschaftsbau über die Bedeutung der Baubotanik und entsprechende Anwendungen bis hin zu neuen Techniken zur Gestaltung von Betonoberflächen und die richtige Verwendung keramischer Baustoffe. Moderiert wurde die Tagung von Prof. Dr. Cristina Lenz (Lehrstuhlinhaberin für Recht und Betriebswirtschaft, kooperative Verhandlung und Mediation, HSWT) sowie Prof. Dr. Rudolf Haderstorfer (Baubetrieb und Bauprozessmanagement, HSWT).

Rekord an der Hochschule

Eröffnet wurde die diesjährige Landschaftsbautagung von Prof. Dr. Wolf Dieter Rommel (Vizepräsident der HSWT) und Ulrich Schäfer (Präsident im VGL Bayern). In seiner Rede wies Prof. Dr. Rommel u.a. auf die aktuelle Situation der Hochschule mit rund 6.400 Studenten hin – ein Rekordwert seit ihrer Gründung 1971. Auf die Fakultät Landschaftsarchitektur entfallen gegenwärtig ca. 771 Studierende, aufgeteilt in die Bachelorstudiengänge Landschaftsarchitektur (449) und Landschaftsbau und -Management (260) sowie den Masterstudiengang International Master of Landscape Architecture (62). Insgesamt rechnet die Hochschule im kommenden Semester mit ca.1.400 neuen Studenten über alle Fakultäten und damit mit einer weiterhin außerordentlich positiven Entwicklung.

Zukunftsbranche Landschaftsbau

Ulrich Schäfer betonte die wachsende Bedeutung des Landschaftsbaus als eine der Zukunftsbranchen in Bayern. So sei im Landschaftsbau, nach Einschätzung Schäfers, in den kommenden Jahren mit rund einer Milliarde Euro Umsatz im Freistaat zu rechnen. „Um die steigende Nachfrage im Markt zu befriedigen, benötigen die Betriebe im GaLaBau jedoch hochqualifiziertes Personal und müssen ihren Mitarbeitern eine kontinuierliche Weiterbildung ermöglichen. Hier ist die Ausbildung an der HSWT ein wichtiger Baustein unserer Fachkräftesicherung. Vor allem der duale Studiengang wird von unseren Mitgliedern sehr geschätzt“.
Anschließend erfolgte die offizielle Benennung von Rudolf Walter Klingshirn (Verbandsdirektor im VGL Bayern) zum Honorarprofessor an der HSWT.

Ausgezeichnete Lehre und Praxis

Prof. Dr. Rommel würdigte die langjährige Dozententätigkeit von Rudolf Walter Klingshirn, der seit 2003 das Lehrgebiet Bau- und Vergaberecht an der Fakultät Landschaftsarchitektur unterrichtet. Damit würdigte die Hochschule die durch ausgezeichnete Evaluierungsergebnisse nachgewiesenen Erfolge des Verbandsdirektors in der Lehre sowie seine besonderen Leistungen beim Brückenschlag von der Hochschule in die Praxis. Durch die Bestellung zum Honorarprofessor sollen Personen mit Bezug zur Praxis für die Lehre gewonnen und dauerhaft an die Hochschule gebunden werden. Prof. Dr. Rommel: „Es ist die höchste akademische Würde, die eine Hochschule vergeben kann. Seit Bestehen der HSWT wurde diese Auszeichnung nur zwei Mal vergeben. Das zeigt den Stellenwert, den eine Honorarprofessur an unserer Hochschule einnimmt."

Herausragende Arbeit

Daraufhin prämierte Ulrich Schäfer fünf Absolventen für ihre herausragenden Bachelorarbeiten. Über die Ehrung freuten sich Laura Müller (Landschaftsarchitekturbüro im Garten- und Landschaftsbau – Modetrends oder sinnvolle Ergänzung?), Sabine Hochholzer (Frauen im Garten- und Landschaftsbau – Ursachenforschung und Maßnahmenkatalog zur Erhöhung der Frauenquote im süddeutschen Raum), Alexander Krieger (Ausgleichsberechnung nach § 2 Abs. 3 VOB/B nach dem aktuellen Stand der Rechtsprechung) sowie Sebastian Palmer und Maximilian Krikler (Akzeptanz alternativer Antriebe im Garten- und Landschaftsbau). bi