Mit Biosand gegen Fugenunkräuter

BRENDERUP (DÄNEMARK), 15.08.2016 – Unkräuter in Pflasterfugen sind unästhetisch und deren Entfernung ist aufwendig und kostspielig. Eine Kombination aus Wachs und Sand soll den Besatz effektiv verhindern und dabei auch noch absolut umweltfreundlich sein.

Rechts die Fläche nach der Verfugung mit Biosand
Auf der rechten Seite ist die Pflasterfläche
mit Biosand verfugt, hier sollte Unkraut
keine Chance mehr haben. | Foto: Biosand

Das Produkt ist in der Körnung 0-3 mm erhältlich und für Fugenbreiten ab 3 mm geeignet. Die Besonderheit: Wenn der Biosand in der Fuge verteilt ist, wird er mit einem Infrarotbrenner auf 120 Grad etwa drei  Minuten lang erhitzt. Nach der Abkühlung ist das Material ausgehärtet, aber durch seine Elastizität entstehen bei Frost oder Hitze keine Risse in den Fugen. Mit Biosand verfugte Pflasterflächen können sofort nach der Abkühlung genutzt werden. Die optimale Festigkeit werde jedoch erst nach zwei bis drei Tagen erreicht, ohne zusätzliche Härtungsmittel. Der umweltfreundliche Biosand sei kehr- und saugfest und werde von Regen nicht ausgewaschen, so Jakob Foged aus dem dänischen Brenderup.

Wichtige Voraussetzungen

Der Entwickler erläutert die wesentlichen Schritte bei der Verfugung mit dem wasserundurchlässigen Material. Eingebaut werden kann der Biosand nur bei trockenem Wetter. Außerdem muss die zu verfugende Fläche trocken sein, da Wachs in Wasser nicht härtet. Eine gründliche vorherige Reinigung der Pflastersteine und Steinzwischenräume ist eine wichtige Voraussetzung, um ein gutes Endergebnis zu erzielen. Deshalb ist der vorherige Einsatz einer Kehr-/Saugmaschine sinnvoll. Bei leichter Belastung der Pflasterfläche genügt das 2 bis 2,5 cm tiefe Auskehren der Fugen, bei starker Belastung sollten es 4 bis 4,5 cm sein. Nach der sorgfältigen Vorreinigung der Fläche wird das Granulat mit einem Besen in die Fugen gekehrt. Es dürfen dabei keine Granulatreste auf den Steinen verbleiben, um nicht die Oberseite der Steine zu verbrennen. Dann wird der Infrarotbrenner wird über das Granulat geführt, zwei bis drei Minuten lang, je nach Boden- und Lufttemperatur.

Nachbearbeitung eventuell nötig

Danach wird geprüft, ob der Biosand homogen in der Fuge verschmolzen ist. Wenn nicht, muss der Brennvorgang wiederholt werden. Nach dem Erhitzen sackt die Fuge ein paar Millimeter ab. Daher kann es notwendig sein weiteres Granulat aufzufüllen und dieses nochmals mit dem Infrarotbrenner zu erhitzen. Bei der zweiten Anwendung ist auf eine schlüssige Verbindung beider Lagen zu achten. Werden alle Schritte sorgsam durchgeführt, könne lästiges Unkraut nicht mehr in der Fuge wachsen.