Caterpillar dünnt Mining-Angebot aus

PEORIA (USA), 29.08.2016 – Caterpillar reagiert auf die anhaltende Schwäche des Bergbausektors mit einer Verschlankung seines Maschinenangebots. Die Amerikaner loten zurzeit verschiedene Möglichkeiten aus, um sich besser auf die Produkte mit dem größten Wachstumspotenzial konzentrieren zu können.

Autonom fahrende Muldenkipper von Caterpillar
Caterpillar bleibt dem Bergbau auch in Zukunft treu. Die seit
Jahren schwächelnde Nachfrage macht aber Anpasssungen
im Produktprogramm notwendig. | Foto: Caterpillar
Erwogen wird zum Beispiel ein Verkauf der Kammer-Pfeiler-Bau-Produkte, die im Weichgesteinabbau eingesetzt werden; zum Beispiel Schachtausbaumaschinen, Aufgabebrecher oder Fahrlader. Bis zu einer endgültigen Entscheidung nimmt Caterpillar keine neuen Aufträge für diese Maschinentypen mehr an. Fest steht bereits der Produktionsstopp für die Raupenbohrgeräte, folglich sind auch hier keine Bestellungen mehr möglich. Service und Support für diese beiden Produktbereiche werden aber in vollem Umfang fortgeführt.

„Diese Veränderungen, die im Rahmen der anhaltenden Restrukturierung von Caterpillar stattfinden, versetzen uns in die Lage, unsere Ressourcen auf die Geschäftsbereiche zu konzentrieren, die das größte Wachstum und den besten Ertrag versprechen“, sagte Denise Johnson, Direktorin des Bereichs Rohstoffindustrie bei Caterpillar. Man setze sich weiterhin für ein breites Produktprogamm im Bereich Bergbau ein und wollen an diesem attraktiven Geschäft festhalten, so Johnson weiter. „Wir investieren innerhalb des Bergbau-Produktprogramms gezielt dort, wo wir die höchste Profitabilität sehen. Gleichzeitig müssen wir den längsten Abschwung unserer Unternehmensgeschichte bewältigen.“

Infolge der Veränderungen wird Caterpillar wahrscheinlich Stellen im Werk in Houston, Pennsylvania abbauen, wo die Kammer-Pfeiler-Bau-Produkte produziert werden. Von bis zu 155 Stellen ist die Rede. Möglicherweise wird das Werk aber auch komplett geschlossen. In der Bohrgeräteproduktion in Denison, Texas werden rund 40 Stellen wegfallen.

Unabhängig von den aktuellen Maßnahmen überprüft Caterpillar fortlaufend die Auslastung seiner Werke. Die Produktion in Winston-Salem in North Carolina wird vom Herbst oder Winter an von Bergbau- auf Eisenbahnprodukte umgestellt. Caterpillar verlegt daher die Fertigung einiger Muldenkipper-Komponenten von Winston-Salem nach Decatur, Illinois.