Mecklenburg-Vorpommern: Aktuelle Wertgrenzen 2016

SCHWERIN, 05.09.2016 -  In Mecklenburg-Vorpommern sind die erhöhten Wertgrenzen für Leistungen für die Flüchtlingsversorgung und -betreuungen nicht mehr anzuwenden. Der WGE-Wertgrenzenerlass gilt bis zum 31.Dezember 2016 weiterhin.

Die für Mecklenburg-Vorpommern festgelegten erhöhten Wertgrenzen für Leistungen zum Zweck der Unterbringung, Sicherung, Versorgung oder Betreuung von Flüchtlingen waren bis zum 31. Juli 2016 befristet und sind somit nicht mehr anzuwenden. Die Verwaltungsvorschrift „Vergabe öffentlicher Aufträge mit geringen Auftragswerten (WGE-Wertgrenzenerlass)“ ist aber weiterhin bis zum 31. Dezember 2016 gültig.

Aktuelle Wertgrenzen

  1. Beschränkte Ausschreibungen nach VOL/A oder VOB/A sind ohne Vorliegen eines Ausnahmetatbestandes zulässig, wenn die voraussichtlichen Auftragswerte von
     
    - 100.000 EURO (gem. § 3 Abs.4 und 5 VOL/A)
    1.000.000 EURO (gem. § 3 Abs. 3 Nummer 2 und 3 sowie Abs. 4 VOB/A)

    nicht überschritten werden. 

2. Freihändige Vergaben sind zulässig, wenn die voraussichtlichen Auftragswerte von

    -  100.000 EURO (gem. § 3 Absatz 5 lit. a) bis h) und j) bis l) VOL/A
    -  200.000 EURO (gem. § 3 Absatz 5 Satz 1 VOB/A)

    nicht überschritten werden.  

Der aktuelle Wertgrenzenerlass regelt weiter, wie z.B. beim Überschreiten der Wertgrenzen nach 1 und 2 zu verfahren ist, und dass beide Verfahrensarten auch in Kombination angewendet werden können.

Auftragsberatungsstelle hilft

Fragen zu den detaillierten Regeln des Erlasses können an die Mitarbeiter der Auftragsberatungsstelle Mecklenburg-Vorpommern gerichtet werden.
Anwendungsbeispiele dazu stellt die Auftragsberatungsstelle Mecklenburg-Vorpommern bereit unter: http://abst-mv.de/pdf/2015-01-20_Wertgrenzenerlass_Hinweise.pdf 

(Quelle: ABST MV) | bi medien