Pflaster soll Hochwasser trotzen

BAD SCHANDAU, 22.09.2016 – Nach mehrmaligen Überschwemmungen und teils erheblichen Schäden wurde die Pflasterung im Ortskern von Bad Schandau hochwassersicher verlegt. Anwendung fand dabei der Zement-Pflasterfugenmörtel PCI Pavifix CEM, der nicht nur dem Hochwasser standhält sondern auch weitere interessante Eigenschaften aufweist.

Marktplatz von Bad Schandau nach der Sanierung des Pflasters
Die Instandsetzung des Marktplatzes inklusive Brunnen konnte auf der Ostseite im Dezember 2015 nach rund fünf Monaten Bauzeit abgeschlossen werden.

Kaum ein Ort in Sachsen ist so häufig vom Hochwasser betroffen wie Bad Schandau. Nach dem Jahrtausendhochwasser im Sommer 2002 trat die Elbe, die mitten durch den Ort fließt, in den Folgejahren drei weitere Male über die Ufer. In 2013 erreichte sie dabei fast noch einmal den Höchststand und verursachte erhebliche Schäden. Unter anderem war auch der Marktplatz betroffen. Für die Sanierung des Pflastersteinbelags galt: Eine absolut sichere Verlegung und Verfugung sollte den Marktplatz zukünftig vor Hochwasserschäden bewahren.

Umgestaltung erforderlich

Die von der Stadt Bad Schandau beauftragte Montag Straßen- und Tiefbau GmbH & Co. KG setzte aus langjähriger Erfahrung und Zusammenarbeit mit der PCI Augsburg GmbH auf die Produkte des Herstellers. Für die Planung und Durchführung musste zudem die Umgestaltung des Platzes berücksichtigt werden. Im Zuge der Sanierung sollten eine Busschleife und für die Begrünung des Platzes etliche Pflanzkübel aus Granit integriert werden. Vor Ort stand PCI-Fachberater Steffen Schütze dem Verarbeiter Stephan Montag beratend sowohl bei der Planung als auch bei der Ausführung zur Seite.

Reinigung der Oberfläche in Bad Schandau
Die Oberfläche wurde durch horizontales
Abspritzen mit einer Flachstrahldüse
gereinigt. Restmaterial wird durch den
Fächerstrahl einfach entfernt.

Belastbar durch gebundene Bauweise

Die Pflasterarbeiten auf dem Marktplatz wurden in gebundener Bauweise erstellt. Die Verlegung erfolgte demnach auf einer festen Tragschicht aus wasserdurchlässigem Drainmörtel. Vorteil der gebundenen Bauweise ist die höhere Belastbarkeit. Wo starke Kräfte auf den Belag einwirken, beispielsweise im Kreisverkehr oder in Busspuren, ist diese Bauweise notwendig. Hier stößt die ungebundene Bauweise an ihre Grenzen. Zusätzlich trotzt die gebundene Konstruktion den Wettereskapaden der Klimaveränderungen. Herkömmliche Sandfugen halten solchen Belastungen nicht stand, ermöglichen ein Auswaschen der Fugen und schlimmstenfalls ein Unterspülen des gesamten Pflasterbelages. Gebundene Fugenfüllungen zeichnen sich durch die enge Bindung von Fugenmörtel und Pflaster aus. Das dauerhaft gleichmäßige Fugenprofil sorgt für enorme Widerstandsfähigkeit gegenüber hoher Verkehrsbelastung, starken Regenfällen oder Reinigungsarbeiten durch Hochdruckreiniger.

Dauerhaft sicher verlegt und verfugt

Die Verlegung der Pflastersteine erfolgte in Verbindung mit PCI Repahaft: Um einen optimalen Haftverbund zu erzielen, wurde die Unterseite der Granitsteine vor dem Verlegen in die wasserfeste und frostbeständige Mörtel-Haftbrücke getaucht. Zum Verfugen verwendete das Team um Stephan Montag den speziell für hohe Belastungen entwickelten, nicht drainfähigen Zement-Pflasterfugenmörtel CEM. Im Schlämmverfahren wurde der fließfähige Fugenmörtel auf die vorgenässte Pflasterfläche aufgebracht, mit einem harten Gummischieber verteilt und in die Fugen eingebracht. Vorteilhaft sind die leichte Verarbeitung und das schnelle Arbeiten gerade auf großen Flächen. Zudem lässt sich Pavifix CEM leicht reinigen - mit Hilfe eines Schwammbrettes oder, weit weniger mühsam, durch horizontales Abspritzen mit einer Flachstrahldüse.

Einbringen von Pavifix CEM in die Fugen
Dank der leicht verlaufenden Konsistenz lässt sich Pavifix CEM einfach in die Fugen einbringen. Geeignet ist der Zement-Pflasterfugenmörtel für Fugenbreiten ab 5 mm.

Effektive Verarbeitung

Das Restmaterial lässt sich im Fächerstrahl leicht entfernen und das Verwässern des ohnehin kompakten Fugenmaterials wird vermieden.
„Das Verlegen mit Repahaft und das Verfugen mit Pavifix CEM erwies sich als absolut sichere Vorgehensweise“, bestätigt Stephan Montag. „Der Fugenmörtel lässt sich sehr effektiv verarbeiten, härtet rissefrei und ohne Ausbrüche aus.“ Für das Verfugen der Pflanzkübel kam Pavifix CEM ROC als standfester Fugenmörtel zum Einsatz. Für die dauerelastische Verfugung der Dehn- und Bewegungsfugen wurde Elritan 140 zusammen mit der Haftgrundierung Elastoprimer 110 für die Fugenflanken verwendet.

Überzeugendes Produkt

Seit 1999 arbeitet Montag Straßen- und Tiefbau mit den Produkten der PCI. Für Geschäftsführer Stephan Montag zeichnen sich die Produkte durch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, kurze Lieferzeiten und hohe Umweltstandards aus. „Wichtig ist mir nicht zuletzt auch ‘made in Germany‘ bei der Wahl der Verarbeitungsprodukte“, berichtet Stephan Montag, „und besonders schätze ich die exzellente Vorort-Beratung durch Fachberater Steffen Schütze.“ Im Team haben sie bereits mehrere Straßenbau-Projekte professionell realisiert, unter anderem den Busbahnhof in Pirna, den Marktplatz sowie einige Straßen in Neustadt (Sachsen). Termingerecht und zur vollsten Zufriedenheit der Stadt Bad Schandau wurden die Pflasterarbeiten auf der Ostseite des Marktplatzes inklusive der Busspur bis Ende 2015 fertiggestellt. bi