Komatsu verschmilzt deutsche Tochtergesellschaften

DÜSSELDORF, 23.09.2019 – Der japanische Baumaschinenkonzern Komatsu konzentriert seine Aktivitäten in Deutschland: Die beiden Tochtergesellschaften Komatsu Mining Germany GmbH in Düsseldorf und die Komatsu Hanomag GmbH mit Sitz in Hannover verschmelzen zur Komatsu Germany GmbH. Beide Standorte sollen bestehen bleiben.

von Britta Brinkmeier

Werkshalle Komatsu-Hanomag in Hannover
Die alte Hanomag-Werkshalle in Hannover: In den Standort hat Komatsu viel investiert. | Foto: bi/stahn
Durch die Verschmelzung könne die Zusammenarbeit der beiden Standorte optimiert werden, teilte Komatsu mit. Man wolle künftig noch schneller und flexibler auf Kundenwünsche reagieren können. Zudem werde mit diesem Schritt die Marke Komatsu in Deutschland und Europa gestärkt, hieß es weiter.
Damit wird ein anderer Name mit langer Tradition endgültig vom Markt verschwinden: die HANOMAG wurde 1835 als „Hannoversche Maschinenbau Actiengesellschaft“ gegründet und ist seitdem eng mit der Stadt verbunden. In Hannover werden Radlader und Mobilbagger gebaut, rund 600 Mitarbeiter sind hier beschäftigt. Seit 2002 gehört das Unternehmen zu 100 Prozent dem japanischen Konzern. Komatsu hatte Hanomag durch die Übernahme 1989 vor der Zerschlagung gerettet, nachdem die Traditionsfirma wenige Jahre zuvor in die Insolvenz geraten war.
Die Düsseldorfer Komatsu Mining Germany GmbH, gegründet 1907, produziert mit rund 700 Beschäftigten Großhydraulikbagger. Sie ist seit 1999 vollständige Tochter von Komatsu.
Seit dem 14. September ist die neue Gesellschaft in Düsseldorf unter dem Namen Komatsu Germany GmbH im Handelsregister eingetragen. Ihre Leitung liegt in den Händen der Geschäftsführer der bisherigen Gesellschaften: Taiichiro Kitatani, Göksel Güner und Takeshi Asanuma, den Vorsitz hat Norbert Walther.