Bell baut neue Hauptverwaltung und Zentrallogistik

ALSFELD, 10.10.2016 – Mit einem neuen Standort, neuer Zentrallogistik und neuen Modellen stellt der Muldenkipper-Hersteller Bell Weichen für die Zukunft. Rund 5 Millionen Euro investiert die Bell Equipment (Deutschland) GmbH in ihren neuen Hauptsitz im oberhessischen Alsfeld.

Gary Bell, Stephan Paule und Andreas Heinrich beim Richtfest des neuen Standorts.
Kontinuität für Region und Mitarbeiter (v.l.): Vorstandsvorsitzender Gary Bell, der Alsfelder Bürgermeister Stephan Paule und Bell-Vertriebsgeschäftsführer Andreas Heinrich beim Richtfest des neuen Standorts Anfang September.

Auf 3,1 Hektar entsteht seit Juni ein Gebäudekomplex mit insgesamt 4.700 m² Büro-, Werkstatt- und Lagerflächen. Damit sichert sich Bell zusammen mit dem 2003 eröffneten Muldenkipperwerk in Eisenach langfristig zwei Standorte in Deutschland.
Seit 2000 ist Alsfeld Sitz der deutschen Bell-Hauptverwaltung und der koordinierenden Vertriebs- und Service-Strukturen für die Händlernetze in Deutschland sowie inzwischen 20 weiteren nationalen Märkten in Nord-, Mittel- und Osteuropa. Derzeit sind 28 Mitarbeiter in Alsfeld beschäftigt – mittelfristig sollen am neuen Standort 33 Menschen arbeiten. Mit insgesamt knapp 100 Beschäftigten erwirtschaftete die Bell Equipment (Deutschland) GmbH im vergangenen Jahr einen Gesamtumsatz von 96,7 Mio. Euro.
Prägendes und weithin sichtbares Kennzeichen des neuen Standorts wird das 3.500 m² große Hochlager des „European Logistic Center“ (ELC): Seit 2002 an die deutsche Bell-Niederlassung angegliedert, ist das europäische Ersatzteil-Zentrallager für den südafrikanischen Muldenkipper-Hersteller die „Logistik-Drehscheibe“ auf der nördlichen Welthalbkugel. Mittelfristig will Bell Equipment die deutlich vergrößerten ELC-Kapazitäten zur Koordination der eigenen weltweiten Produktionsabläufe nutzen.

Muldenkipper-Produktion in Eisenach
Voll im Plan liegt auch das Bell-Muldenkipperwerk in Eisenach: Im August ging hier die neue „große“ E-Serie in Produktion.

E-Serie ist angelaufen


„Voll im Plan“ meldet das Eisenacher Muldenkipperwerk für die Serienproduktion der zuletzt auf der Bauma angekündigten neuen Muldenkipper-Modelle ab 33,5 Tonnen Nutzlast. Seit August läuft der Vierzigtonner Bell B40E (Nutzlast: 39,0 t; 380 kW) regulär vom Band. Im Oktober folgen die Highend-6x6 B45E (41,0 t; 390 kW) und B50E (45,4 t; 430 kW). Alle Modelle im modernen E-Serien-Design verfügen über komplett neue Antriebsstränge (Mercedes-Benz/Allison) und erfüllen die Abgasnorm EUIV/Tier4final.
Etwa 80 Fahrzeuge unterschiedlicher Versionen der „großen“ E-Serie werden bis Ende 2016 Eisenach verlassen. Bei einer voraussichtlichen Jahresproduktion von 440 Einheiten steht der Standort vor neuen Herausforderungen: Neben zukünftigen Anpassungen der Produktions-Palette soll auch die Lokalisierung auf Zulieferseite weiter forciert werden. Die dann unmittelbare Zusammenarbeit mit nationalen und europäischen Partnern etwa im Stahlbau oder im Antriebsbereich wird einige Produktionsschritte ins Werk verlagern, die über die reine Endmontage hinausgehen. bi