Kanalerneuerung in Euerbach: Gutes kombiniert

HAMM, 17.10.2016 – Bei einer Kanalbaumaßnahme in der unterfränkischen Gemeinde Euerbach setzte der Abwasserzweckverband wegen der guten Produkt- und Werkstoffeigenschaften auf das HS-Kanalrohrsystem und den 1000er Schacht der Funke Kunststoffe GmbH. Die Produkte konnten dabei ihre kombinierten Vorteile ausspielen.

Praktisch: Die Farbgebung und die Innenbeschriftung des HS-Kanalrohrsystems machen eine Zuordnung der Rohre und Formteile auch noch viele Jahre nach der Verlegung von innen und außen möglich.

Für die Entwässerung des Gewerbegebietes „Niederwerrner Weg IV“ im Trennsystem wurden insgesamt rund 500 m Schmutz- und Regenwasserkanäle in Nennweiten von DN/OD 200, 400 und 500 neu hergestellt und zudem Hausanschlussleitungen neu erstellt. Bei der Baumaßnahme kooperierte die Gemeinde mit dem für die Kanäle und die Entwässerung zuständigen Abwasserzweckverband Obere Werntalgemeinden, mit der Planung beauftragt wurde das Planungsbüro für Bauwesen Bautechnik-Kirchner. Den Zuschlag für die Ausführung der Arbeiten erhielt die Josef Hell Bauunternehmen GmbH.
90% des örtlichen Netzes sind als Mischwassersystem verlegt. Wo das Kanalnetz erweitert wird, setzt der AZV zukünftig aufs Trennsystem. Bei Sanierung und Neubau von Haltungen setzt der Auftraggeber dabei zunehmend auf Produkte aus PVC-U – ein Werkstoff, dessen gute hydraulische Eigenschaften ihn für den Einsatz im Abwasserbereich prädestinieren.


Einbau des Funke Schachts DN 1000
Werkseitig an Unterteil und Konus angebrachte Seilschlaufen erleichtern die Montage des Funke Schachts DN 1000.

1000er Schacht überzeugt


Der Schacht DN 1000, den die Funke Kunststoffe GmbH erstmals auf der IFAT 2014 vorgestellt hat, kombiniert die positiven Eigenschaften der Werkstoffe Beton, PU und PVC-U zu einem Bauteil, das seine Vorteile in der Praxis bereits vielfach unter Beweis gestellt hat. „Das Steigrohr ist aus PVC-U gefertigt, die korrosions- und abriebsichere Auskleidung aus PU sorgt für optimale hydraulische Verhältnisse“, erläutert Ritting die Konstruktion. Der ebenfalls mit PU ausgekleidete Konus und das Unterteil bestehen aus Beton. „Der verleiht einerseits dem Unterteil Auftriebssicherheit und sorgt andererseits beim Konus dafür, dass der Lastabtrag nicht über das Steigrohr geschieht, sondern direkt ins umgebende Erdreich erfolgt“, so Funke-Fachberater Heiko Hendlich über die Vorteile des verwendeten Werkstoffs. Die mit CI-Dichtsystem ausgestatteten Schachtmuffen gestatten den Anschluss von SN 12- und SN 16-Rohren aus dem HS- oder Connex-Kanalrohrsystem. Hendlich: „Aufgrund der monolitischen Fertigung des Bauteils entfallen die für herkömmliche Schachtbauwerke typischen Fugen; Seilschlaufen an Konus und Schachtunterteil erleichtern die Montage des Bauteils.“ Auf Wunsch ist das zur Richtungsänderung sowie Prüf- und Richtungszwecken einsetzbare Bauteil auch in einer Variante mit werkseitig vormontierter Leiter und Einstiegshilfe erhältlich.

Einfach im Handling, hart im Nehmen


Am HS-Kanalrohrsystem von Funke schätzt Abwassermeister Jürgen Seufert vom AZV nicht nur die Vielfalt der Formteile, dank derer sich auch knifflige Aufgaben professionell lösen lassen. Neben dem Systemcharakter bieten auch andere Produkteigenschaften sowie die eindeutige farbliche Kennzeichnung (blaue Regenwasserrohre, braune Schmutzwasserrohre) und die Innenbeschriftung der Rohre Vorteile – hierin befindet sich Seufert im Schulterschluss mit Planer Matthias Kirchner, Inhaber des Planungsbüros für Bauwesen Bautechnik-Kirchner. „Im alten Netz gab es eine Reihe von Fehlanschlüssen – das kann uns mit den Rohren von Funke nicht passieren“, ist Kirchner überzeugt. Zudem sind sämtliche Bauteile mit einer fest eingelegten, ölbeständigen FE-Dichtung ausgestattet.
Auch im täglichen Einsatz zeigen sich die wandverstärkten, chemisch hoch beständigen Bauteile mit DIBt-Zulassung hart im Nehmen: Die Rohre des Systems bieten eine Ringsteifigkeit von 12kN/m2, der Prüfdruck beträgt bis 2,5 bar. Für Tiefbauaufgaben, bei denen eine noch höhere Ringsteifigkeit gefordert wird, gibt es das System auch in einer Variante mit einer höheren Ringsteifigkeit von 16 kN/m2. Zudem punkten die Rohre mit geringem Gewicht und gutem Handling: Die 5 m langen Stangen sind gut zu verlegen und lassen sich flexibel einsetzen.
Matthias Kirchner, Stefan Köhler (Fa. Hell), Fachberater Martin Ritting, Fachberater Heiko Hendlich und Jürgen Seufert bei der Baubesprechung vor Ort (v.l.) | Fotos: Funke Kunststoffe GmbH

Beteiligte zufrieden


Die Kanalbauarbeiten konnten inzwischen termingerecht abgeschlossen werden. Sämtliche Baupartner zeigen sich sehr zufrieden mit den Produkten von Funke, die vor Ort zum Einsatz gekommen sind. Sowohl die Vielfalt des Kanalrohrsystems von Funke als auch die Eigenschaften der wandverstärkten, farblich eindeutig gekennzeichneten Bauteile kamen bei den Beteiligten gut an. Ausdrückliches Lob gab es von Bauleiter Köhler für den Funke Schacht DN 1000: „Das Konstruktionsprinzip aus Unterteil, Steigrohr und Konus kannten meine Leute schon – die hervorragend gelungene Kombination verschiedener Materialien hingegen war neu“. Der Ansatz von Funke, das Beste aus mehreren Werkstoffen miteinander zu vereinen, hat im fränkischen Euerbach auf Anhieb überzeugt. bi