Grüne Innovationswelle:

Elektroradlader gewinnt Goldmedaillie

KIEL, 25.06.2015 - Eine Jury aus Redakteuren der Fachzeitschriften Agrartechnik/Motorgeräte, bi-GaLaBau, Greenkeepers Journal, Kommunaltechnik sowie Lohnunternehmen hat aus über 100 Neuheiten-Anmeldungen der Aussteller der demopark 2015 insgesamt 15 Innovationsmedaillen ermittelt.

Wir stellen die Gewinner in einer Serie auf www.bi-GaLaBau.de vor.

Elektroradlader WL20e von Wacker Neuson
Für den prämierten Einachsgeräteträger Gekko, hier im Einsatz mit einem Schlegelmäher, gibt es über 20 unterschiedliche Anbaugeräte. | Fotos: Köppl
Laden mit 230 oder 400 Volt
Für den Ladevorgang kann wahlweise ein
Stromanschluss mit 230 oder 400 Volt
Spannung verwendet werden.

Gold: Elektroradlader WL20e von Wacker Neuson

Der Lader WL20e von Wacker Neuson ist die erste Maschine dieser Art, die komplett elektrisch betrieben wird. Durch zwei Elektromotoren – einen für den Fahrantrieb und einen für die Arbeitshydraulik – arbeitet die Maschine völlig emissionsfrei. Der Einsatz von zwei Elektromotoren bewirkt zudem einen sehr effizienten Energieverbrauch. Das heißt die Leistung wird nur bei Bedarf abgefordert und optimiert somit die Laufzeit der Batterie.

Verwendet wird eine Blei-Säure-Batterie, die sich in Gabelstaplern und anderen Flurförderfahrzeugen seit Jahrzehnten bewährt hat. Die Leistungsmerkmale und auch die Geländegängigkeit des Elektroradladers entsprechen laut Herstellerangaben denen einer konventionellen Dieselmaschine. Bei den Arbeiten entstehen keine Verbrennungsabgase, ein Aspekt, der beispielsweise auf Baustellen im innerstädtischen Bereich, bei Arbeiten im Innenraum, unter anderem in Gewächshäusern oder Parkgaragen immer wichtiger wird. Auch die klimarelevanten CO2-Emissionen werden signifikant verringert, beim Einsatz von Ökostrom sinken sie im Betrieb sogar auf Null.Ein positiver Zusatzeffekt besteht in der deutlich wahrnehmbaren Verringerung der Lärmemissionen, was wiederum das Einsatzspektrum des Radladers erhöht.

Günstig im Betrieb

Auch die Energiekosten des WL20e, der ebenfalls unter der Weidemann-Marke als eHoflader vertrieben wird, liegen deutlich unter denen eines dieselbetriebenen Modells. Wacker Neuson geht hier von Einsparungen von bis zu 48 Prozent aus, ohne die zusätzlichen Kostenvorteile bei Wartung und Serviceintervallen mit einzurechnen. Bei elektrisch betriebenen Maschinen müssen wesentlich weniger Bauteile und Komponenten verbaut werden werden, die einem Verschleiß unterliegen.

Bis zu fünf Stunden mit einem Akku

Die Einsatzzeit bei voll aufgeladenem Akku wird mit bis zu fünf Stunden angegeben. Der Radlader kann mit einer Höhe von 2,19 m und einer Breite von nur einem Meter problemlos auf beengtem Raum, auch innerhalb von Gebäuden, betrieben werden. Sein Knickpendelgelenk hält die Maschine auch auf unebenem Gelände stabil. Der unabhängig voneinander pendelnde Vorder- und Hinterwagen unterstützt permanent die Traktion der Räder. Der Inhalt seiner Standardschaufel beträgt 0,2 Kubikmeter.

Dieser Artikel erschien zuerst in der bi-GaLaBau 5+6/2015.