Wacker Neuson verbessert Umsatz im dritten Quartal

MÜNCHEN, 14.11.2016 – Im dritten Quartal 2016 konnte die Wacker Neuson Group Umsatzerlöse und Ergebnis zum Vorjahr steigern und damit das schwache erste Halbjahr zumindest teilweise kompensieren. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit Umsätzen am unteren Ende der Erwartungen.

Wacker Neuson-Headquarter München
Die Wacker Neuson Group liegt beim Um-
satz dank eines robusten mittel- und nord-
europäischen Marktes im Plan. | Foto:
Wacker Neuson
Trotz widriger Marktbedingungen wie den anhaltenden Krisen in vielen Emerging Markets und in wichtigen Branchen wie der Landwirtschaft, der Öl- und Gasindustrie sowie dem Bergbau konnte der Konzern im dritten Quartal 2016 seinen Umsatz um zwei Prozent zum Vorjahr auf 315,7 Millionen Euro steigern. Bereinigt um Wechselkurseffekte belief sich das Plus auf drei Prozent.

Während der Umsatz im Kernmarkt Europa im dritten Quartal 2016 um neun Prozent zulegte, insbesondere aufgrund einer stabilen Nachfrage aus dem Bauhauptgewerbe in den deutschsprachigen Ländern, Frankreich, Dänemark, Schweden und Benelux, sank der Umsatz in der Region Amerikas um 15 Prozent. In Nordamerika sind die Lagerbestände der Händler und Vermietkunden hoch und viele Gebrauchtmaschinen zu niedrigen Preisen im Umlauf, was den Bedarf an Neumaschinen senkt. Während China im Wachstum zulegte, verzeichnete der Konzern Nachfragerückgänge in Australien und Neuseeland; der Umsatz in der Region Asien-Pazifik sank um 23 Prozent.

Nach den ersten neun Monaten des laufenden Jahres hat der Konzern mit gut einer Milliarde Euro in etwa den Umsatz des Vorjahreszeitraums erreicht. Vor allem das schwache erste Quartal 2016 sowie ein veränderter Regionen- und Produktmix hätten zu einem Ergebnisrückgang im Neunmonatszeitraum geführt, teilte der Konzern mit. Sein Umsatzziel für das Gesamtjahr 2016 dürfte Wacker Neuson erreichen, auch wenn es am unteren Ende der Erwartungen zwischen 1,375 und 1,425 Milliarden Euro liegen dürfte. „Die Unsicherheiten und damit Volatilitäten in unseren Märkten sind weiterhin hoch. Vor allem die Geschäftsentwicklung in Nord- und Südamerika, die rund 21 Prozent unseres Umsatzes ausmachen, aber auch die Zahlen aus Australien und Afrika liegen deutlich hinter unseren Erwartungen zurück. Europa sollte sich hingegen in Gänze weiterhin als robuste Absatzregion erweisen“, sagte CEO Cem Peksaglam.

„Zweifelsfrei ist 2016 für die Gruppe ein Jahr des Übergangs, in dem wir Optimierungen von Prozessen und Strukturen genauso umsetzen wie Voraussetzungen für künftiges Wachstum schaffen“, so Peksaglam. Beispiele dafür seien die zunehmende Internationalisierung durch neue Werke in Brasilien und künftig auch in China, die Zusammenführung der Ersatzteilversorgung der Kompaktmaschinenwerke in Europa in einem Zentrallager in Nürnberg, die Zusammenlegung des Forschungs- und Entwicklungszentrums für Baugeräte (München) mit dem Produktionswerk in Reichertshofen und die Einführung einer eCommerce-Plattform.