Praxisbericht: Anspruchsvoller Pflasterbau auf einer Dachterrasse

HANNOVER, 22.11.2016 – Bei der Keramik-Verlegung auf einer Penthouse-Dachterrasse in Hannover Bemerode wurden die ausführenden GaLaBauer vor einige Herausforderungen gestellt. Eine wichtige Rolle bei der Realisierung des Projektes spielte die verwendete professionelle Mischtechnik.

Dachterrasse vor der Bebauung
Ausgangssituation: Bauteile mit verschiedenen Höhen. | Alle Fotos: Collomix
Die Herausforderung für das ausführende GaLaBau-Unternehmen Jörens Gartenideen bestand in der Herstellung eines Epoxydharz-Estrichs mit anschließender Keramikplattenbelegung auf einer Fläche von ca. 130 Quadratmetern. Die vorliegende Dachkonstruktion stellte sich zudem als außergewöhnlich uneinheitliche Fläche mit verschieden hohen Bauteilen dar. Aus statischen Gründen musste die Auffüllung der Fläche aus Gewicht sparendem Material, gut wasserableitend und stabil genug für eine starre Verlegung der Keramikplatten erfolgen.
Der Planer hatte ursprünglich eine Ständerkonstruktion mit Holzpaneelen für die Dachterrasse vorgesehen. Der Bauherr, der das Penthouse selbst bewohnt, hatte sich allerdings für einen geschlossenen Belag aus hochwertigen Keramikplatten entschieden. Somit musste für den Höhenausgleich eine Lösung gefunden werden, um eine plane und verlegereife Unterkonstruktion zu erreichen, die gleichzeitig die notwendige Entwässerung der Fläche sicherstellt.
Niveauausgleich mit Kunststoffelementen
Niveauausgleich mit leichten Kunststoffelementen.

Hilfe durch Fachberater

Die mit der Ausführung der Arbeiten beauftragte Firma Jöhrens Gartenideen aus Hannover entwickelte unter der Federführung des zuständigen Fachberaters der Firma Ceresit, Hans-Jörg Bonk, eine Lösung, die die Niveauunterschiede von 180 bis 280 mm Höhe mit Hilfe von variablen Kunststoffelementen der Firma KHC ausgleicht. Diese verschieden hohen Kunststoffraster wurden auf einer zuvor verlegten Entwässerungsbahn aufgebaut, damit das Sickerwasser sicher abgeführt werden kann.
Im Anschluss wurde die Oberseite der Kunststoffelemente mit einem Vliesgewebe abgedeckt. Auf dieses Gewebe wurde ein Epoxydharzestrich in einer Schichtdicke von 30 bis 70 mm aufgebracht. Als Ergebnis erhielt die Fläche eine plane Oberfläche, die nun das Verlegen der großformatigen Keramikplatten zuließ und zugleich die Funktion einer Entwässerung bei hoher Wasserdurchlässigkeit erfüllt. Auf den Estrich konnten dann die Platten im Format von 120x44x2 cm im Butteringverfahren direkt verklebt werden.

Schüttung des Quarzkies
EP-Quarzkies-Schüttung.

Professionelle Mischtechnik sorgt für richtiges Vormischen

Für die Herstellung des EP-Estrichs wurde eine Menge von ca. 7,3 Tonnen Material benötigt. Für die Firma Jöhrens stellte sich die Frage, mit welcher Mischtechnik die Verarbeitung dieser Menge direkt am Verarbeitungsort, einer angrenzenden Dachfläche, erfolgen könnte. Der benötigte Estrich wird aus Quarzkies mit einer Körnung von 2-4 mm und dem Ceresit 2-K Bauharz CK 740 hergestellt. Mit einem üblichen Freifallmischer ist das nicht möglich. Daher entschied sich das Unternehmen für den Einsatz von zwei Maschinen des Typs POX-S der Firma Collomix, um die notwendige Menge an Material zügig und in hoher Qualität aufbereiten zu können. Jede Mischung mit 50 kg Quarzsand wurde mit vier Litern Harzmischung versetzt und knapp drei Minuten gemischt. Da zwei Collomix-Maschinen im Einsatz waren, konnte das Material ohne Unterbrechung zügig eingebaut werden. Im Ergebnis konnten von drei Verarbeitern rund 900 kg Estrich in einer Stunde eingebaut werden. Dabei musste noch eine Zuwegung von ca. 35 Metern vom Mischplatz bis zum Ende der Dachterrasse überbrückt werden. So war eine Person mit dem Verarbeiten des Materials beschäftigt, ein Verarbeiter war am Mischplatz tätig und eine weitere Person übernahm den Transport.

Verlegung der Keramik-Platten
Direktes Verlegen der Keramink-Platten auf den Quarzkies.

Prozess des Vormischens entscheidend

Von zentraler Bedeutung bei der Verarbeitung von Kunstharzen ist das richtige Vormischen der beiden Komponenten, Harz und Härter. Die Bauchemie liefert die Materialien bereits in entsprechender Vordosierung in Blechgebinden, um Dosierfehler zu vermeiden. Das Mischen der beiden Komponenten sollte möglichst ohne Lufteinschlüsse erfolgen, wozu ein passendes Rührpaddel nötig ist. Für die 70 Anmischungen der 5 kg-Gebinde hat sich der Rührer AR 90 S von Collomix in Verbindung mit einem akkugestützten Antrieb als ideales Werkzeug erwiesen.
Auch in den anschließenden Arbeitsschritten wie der Verlegung der Keramikfliesen war der Einsatz von professioneller Mischtechnik notwendig, nicht zuletzt für die Klebe- und Fugenmaterialien. Nach der Fertigstellung des Estrichs wurden die Keramikplatten mit dem Mittelbettkleber Ceresit CM 24 verklebt.

Verwendung der Collomix für die benötigten großen Mengen
Zwei POX-S von Collomix zur Bewältigung der Mengen.

Handrührgerät erfolgreich eingesetzt

Für das klumpenfreie Anmischen des Klebers setzte die Firma Jöhrens ein Collomix Handrührgerät Xo 1 mit dem Rührer KR 120 HF ein. Die hohen Scherkräfte dieses Rührers verhindern eine Klumpenbildung des Materials bereits im frühen Stadium der Mischung und erzeugen in kurzer Zeit einen leicht zu verarbeitenden Klebemörtel. Zum Verfugen der Platten wurde der hochbeständige Fugenmörtel Ceresit 74 Ultra Pox Fix auf Epoxydharz-Basis verwendet. Für das Anmischen der Masse im 8 kg-Eimer nutzte man den Collomix Wendelrührer MM 85, der sich inbesondere für zähe, klebrige Massen gut eignet. Die hochviskose Stammkomponente wird durch den Rührer regelrecht „aufgebrochen“ und das flüssige Harz schnell eingearbeitet, so dass in kurzer Zeit eine geschmeidige, gut zu verarbeitende Konsistenz entsteht.
Das Ergebnis ist eine hochwertige Penthouse-Dachterrasse, die zur Freude des Bauherren die geforderten Anforderungen erfüllt und in ihrer jetzigen Form eine hohe Lebensqualität bietet. bi

Die fertige Dachterrasse
Ergebnis: Eine perfekte, elegante und funktionale Dachterrasse.