Hyundai trennt Baumaschinengeschäft vom Mutterkonzern

ULSAN (Südkorea), 17.11.2016 – Hyundai Heavy Industries (HHI) will seine nicht im Schiffbau tätigen Unternehmenszweige zu eigenständigen Unternehmen machen. Davon ist auch das Baumaschinengeschäft der Koreaner betroffen, das in Zukunft als Hyundai Construction Machinery auftreten wird.

Hyundai Baumaschinen
Die träge Weltkonjunktur hat auch für Hyundai Folgen: Die Baumaschinensparte des koreanischen Industriekonzerns soll als eigenständiges Unternehmen in Zukunft wettbewerbsfähiger werden. | Foto: HHIE
Die Aufspaltung der bisherigen Hyundai Heavy Industries (HHI) in sechs eigenständige Unternehmen soll die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens verbessern. „Trotz ihrer Unterschiedlichkeit haben unsere Nicht-Schiffbau-Sparten unter dem Dach der Schiffbau-Abteilung gearbeitet. Dabei haben wir Ineffizienzen im Management des Unternehmens festgestellt. Aufgrund dieser Struktur waren Unternehmensbereiche mit kleineren Umsatzanteilen nicht gut für den Wettbewerb aufgestellt“, begründet ein HHI-Vertreter den Schritt. Die Baumaschinensparte wird nun vorläufig unter dem Namen Hyundai Construction Machinery agieren.

„Bisher haben wir den Schwerpunkt auf den Verkauf von Nicht-Kerngeschäftsbereichen im Rahmen von Rationalisierungsmaßnahmen gelegt. Jetzt konzentrieren wir uns darauf, die Kerngeschäfte der neu zu gründenden Unternehmenseinheiten zu fördern“, so der HHI-Vertreter weiter. „Die Abspaltung ist eine der letzten Maßnahmen unseres im Mai verabschiedeten Managementplans. Durch die vorsorgliche Ausführung dieses Plans wollen wir das Vertrauen des Marktes zurückgewinnen und die Basis für den Aufschwung legen.“

Inmitten einer schwachen Auftragslage und einer mauen Weltwirtschaft hat HHI in den vergangenen Monaten unrentable Unternehmensbereiche wie zum Beispiel Hyundai-Cummins, den Windenergiegetriebehersteller Jake oder den Solarmodulproduzenten Hyundai Avancis verkauft oder abgewickelt. Das neue Unternehmen Hyundai Heavy Industries wird nur noch den Schiffbau, die Offshoreaktivitäten und den Motoren- und Anlagenbau umfassen.