Nachforderungen ausgeschlossen: Nachweise wie vorgelegt werten!

KOBLENZ, 22.02.2017 - Hat der Auftraggeber gemäß § 56 Abs.2 VgV jedwege Nachforderungen ausgeschlossen, sind die Unterlagen wie vorgelegt zu werten, nachträgliche Ergänzungen sind dann unbeachtlich, so das OLG Koblenz.

Das OLG Koblenz hat in Ihrem Beschluss vom 04.01.2017 - Verg 7/16 folgendes entschieden:

Hat der Auftraggeber jedwede Nachforderung gemäß § 56 Abs. 2 Satz 2 VgV ausgeschlossen, muss er der Eignungsprüfung die von den am Auftrag interessierten Unternehmen vorgelegten Erklärungen und sonstigen Nachweise so - und nur so -, zugrunde legen, wie sie vorgelegt wurden.
Nachträgliche Ergänzungen sind dann unbeachtlich.
Nachträgliche Erläuterungen können allenfalls dann als Auslegungshilfen Berücksichtigung finden, wenn sie an den Inhalt der vorgelegten Unterlagen anknüpfen.

Hier finden Sie den Beschluss des OLG Koblenz

(Quelle: www.ibr-online.de) | B_I MEDIEN

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