Dekra: Staubbelastungen bei motorbetriebenen Werkzeugen kontrollieren

Stuttgart, 06.03.2017 – Die bei der Arbeit mit handgeführten, motorbetriebenen Elektrowerkzeugen entstehenden Stäube sind eine ernstzunehmende Gesundheitsgefahr für die Anwender. Eine neue Prüfnorm ermöglicht die reproduzierbare Messung der entstehenden Schadstoffe. Welche Vorteile ergeben sich daraus?

Bei der Arbeit mit dem Winkelschleifer können auch schädliche Stäube entstehen
Auch bei der Arbeit mit einem Winkelschleifer können schädliche Stäube entstehen. | Foto: Bosch

Daher rät Dekra allen Arbeitgebern und Anwendern die Staubemissionen von handgeführten Werkzeugen im Blick zu behalten. Die neue Prüfnorm EN 50632 macht dies jetzt zuverlässig möglich. Sie wurde geschaffen, um die Staubentwicklung bei der Arbeit mit handgeführten motorbetriebenen Elektrowerkzeugen, bspw. Sägen oder Schleifmaschinen, reproduzierbar zu messen. So müssen die Anwender von Werkzeugen bei der Arbeit verschiedene Grenzwerte für die Belastung mit Stäuben einhalten, z.B. für Holz- oder Quarzstaub. Es gelten verschiedene Anforderungen aus der Arbeitsplatzverordnung, der Berufsgenossenschaften, EU-Regulierungen oder nationalen Vorschriften, die meist Entstaubungssysteme vorschreiben.

Messung im Prüflabor

Durch die Messungen in einem Prüflabor erhalten Werkzeughersteller, Arbeitgeber und Anwender die Sicherheit, dass bei bestimmten Arbeiten die Grenzwerte eingehalten werden – oder gegebenenfalls andere Schutzmaßnahmen nötig werden. Den Nachweis der Konformität erbringt eine unabhängige Prüfstelle. Die Norm ermöglicht es darüber hinaus, die Staubemissionen verschiedener Werkzeuge zu vergleichen. Dekra prüft als akkreditierte Stelle gemäß der EN 50632 in einem 200 m3 großen Testraum mit hochpräzisem Testequipment. Das Produktprüflabor in Dresden ist seit vielen Jahren auf die Prüfung handgeführter und stationärer Elektrowerkzeuge spezialisiert. bi