Flugmanöver mit Bagger im Rostocker Hafengebiet

ROSTOCK, 27.04.2017 – Für Erschließungsarbeiten zwischen Rohrleitungstrassen im Rostocker Hafen brauchte die Groth Bauunternehmung einen passenden Raupenbagger: mittelscher, mit kompakten Abmessungen, und flugtauglich musste er auch noch sein. Denn zu seinem Einsatzort ging es per Kran.

Komatsu PC 138 am Kran
Der Komatsu PC138 mit einem Gewicht von 14 Tonnen musste per Kran an seinen Einsatzort befördert werden. | Fotos: HKL

Die Rostock Port GmbH betreibt den größten deutschen Ostseehafen und verzeichnete im Jahr 2016 einen Güterumschlag von 26,8 Millionen Brutto-Tonnen. Im selben Jahr wurden rund 14 Millionen Euro in die Infrastruktur und die Verbesserung der Abläufe im Hafen investiert. In diesem Jahr sind etwa 7,7 Millionen Euro für Investitionen in Flächen und Gebäude geplant, für die Erneuerung von Kaianlagen etwa 22 Millionen Euro. Für die Erschließungsarbeiten im Zuge der Ertüchtigung der Infrastruktur ist die Groth & Co. Bauunternehmung GmbH aus Rostock zuständig. Die Bauarbeiten haben im Februar begonnen und sollen im Dezember abgeschlossen sein.

Einsatz aus der Luft

Für die Arbeiten auf dem unwegsamen Gelände im östlichen Bereich des Hafengebietes wurde ein Raupenbagger mittleren Gewichts benötigt. Die richtige Maschine fand hierfür HKL: den Komatsu PC138. Zunächst musste die 14 Tonnen schwere Maschine an ihren Einsatzort befördert werden. Dazu wurde sie mittels eines Krans einige Meter hoch über die Rohrleitungstrasse gehoben. „Dass eine Maschine für ein Projekt ganz bestimmte Anforderungen erfüllen muss, gehört zum Tagesgeschäft“, sagt Oliver Göhrendt, Kundenberater im HKL-Center Rostock. „Aber dass sie auch noch flugtauglich sein muss, kommt eher selten vor.“

Stark und wendig zwischen den Trassen

Für die Fundamentierung setzte ein Nachunternehmer der Firma Groth Bohrpfähle mit bis zu 17 Metern Länge in den Boden. Der PC138 mit hydraulischem Verstellausleger stellte zunächst die Arbeitsebene für die Tiefgründungsarbeiten her. Wegen seines Gewichts und der kompakten Abmaße von nur 2.490 Millimetern eignete er sich ideal für die Gegebenheiten vor Ort. Mit seinem minimalen Heckschwenkradius und seiner Standfestigkeit auf dem unebenen Boden garantiert die Maschine akkurates und leistungsstarkes Arbeiten zwischen den Rohrleitungstrassen.

Oliver Göhrendt
Oliver Göhrendt, Kundenberater im HKL Center Rostock, findet immer die richtige Maschine.

Arbeitsebene für Bohrgerät geschaffen

„Die Bagger aus unserem Portfolio hätten uns in dem beengten Bauraum zwischen den Rohrleitungstrassen und den zu berücksichtigenden Randbedingungen zur Baudurchführung nicht viel gebracht“, sagt Denny Erdmann, Bauleiter bei Groth. „Ich hatte schon bestimmte Vorstellungen von dem gemieteten Bagger. Oliver Göhrendt von HKL konnte uns da optimal beraten. Pünktlich stand die Maschine auf der Baustelle – so muss es sein.“
Mit einem Grabenräumlöffel hub der Komatsu den moorigen Boden einen Meter tief aus und füllte anschließend eine Schottertragschicht hinein. Die so erstellte Arbeitsebene gewährleistete für das ca. 100 Tonnen schwere Bohrgerät einen festen Stand.