Gebundene Bauweise: Praxisseminar zeigt Chancen und Risiken auf

FREISING, 27.04.2017 – Der VGL Bayern veranstaltete kürzlich eine Seminarreihe zum Thema „Gebundene Bauweisen“. Die 130 Teilnehmer konnten sich in der Deula in Freising und im Berufsförderungswerk Nürnberg über die aktuell sehr beliebte Pflaster- und Verlegemethode informieren und viele wichtige Tipps und Tricks lernen.

Praktische Übung während des Seminars zur gebundenen Bauweise
Praktische Übungen für die Veranstaltungsteilnehmer innerhalb der Seminarreihe „Gebundene Bauweisen im Außenraum – Chancen und Risiken in der Anwendung“. | Foto: VGL Bayern

Gebundene Pflaster- und Plattenbeläge erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Allerdings sind Schäden bei mangelhafter Ausführung nur aufwendig zu beheben. Die eintägigen Praxisseminare hatten deshalb zum Ziel, die Anwender im richtigen Umgang mit der gebundenen Bauweise bei Naturstein, Betonstein und Keramikplatten zu schulen und in Diskussionen den Erfahrungsaustausch zu forcieren.  Bernd Burgetsmeier (öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger Pflaster und Platten) erläuterte in seinem Vortrag die einzelnen Arbeitsschritte der „Gebundenen Bauweise“ angefangen von der Tragschicht über die richtige Konsistenz des Bettungsmörtel bis hin zur Verfugung und Nachbehandlung. Der Fachmann wies u. a. darauf hin, dass durch die Verwendung von Haftschlämmen die Haftzugfestigkeit zwischen Stein und Bettungsmörtel um ein Vielfaches erhöht wird.

Herstellungsverfahren und Verlegefehler

Thomas Schaller (Projektmanager, quick-mix Gruppe GmbH & Co. KG) referierte zum Thema „Feinsteinzeug im Außenbereich“. In seiner Präsentation verdeutlichte er die unterschiedlichen Bauweisen nach ZTV-Wegebau. Zudem ging er auf die Herstellungsverfahren für Feinsteinzeug und auf häufige Verlegefehler ein. Im Anschluss demonstrierte Wolfgang Schmitt (Anwendungstechniker, quick-mix Gruppe GmbH & Co. KG) die korrekte Verlegung in der Bodenhalle. Anschließend hatten die Veranstaltungsteilnehmer die Gelegenheit, unter fachkundiger Anleitung ihr erlerntes Wissen praxisnah umzusetzen.

Fördermitglieder sorgten für die Baustoffe

„Es freut uns, dass die ausgewogene Kombination aus Theorie und Praxis sehr gut ankam. Für die Seminarteilnehmer war es optimal, das am Vormittag theoretisch Erlernte nachmittags gleich selbst in der Praxis anzuwenden. Besonders dankbar sind wir unseren Fördermitgliedern, der quick-mix Gruppe und der BayWa AG. Ohne die Bereitstellung der benötigten Baustoffe wären die Seminare nicht zustande gekommen“, so Julian Herold (Referent für Landschaftsgärtnerische Fachgebiete beim VGL Bayern). bi