Spezialfräsen: Aus Erket wird Kemroc

LEIMBACH, 20.04.2017 – Nach dem Verkauf der Erkat GmbH an Atlas Copco im Januar 2017 grenzt sich der Spezialfräsen-Bereich der ehemaligen Schwesterfirma Erket mit dem neuen Markennamen Marke Kemroc deutlich vom Standardfräsenbau ab.

Kemroc: Erwetor-Schneidrad
Spezialfräsen, die bisher unter der Marke Erket vertrieben wurden, erhalten mit dem neuen Namen Kemroc ein neues Markenprofil. | Fotos: Kemroc

Die Spezialfräsen für den Kanalbau, den Gesteinsabbau, den Betonabbruch und die Betonsanierung werden weiterhin am Firmenstandort Hämbach gefertigt. Das Sortiment soll kontinuierlich ausgebaut werden. Mit der kürzlich erweiterten Produktions- und Lagerfläche ist Kemroc für weiteres Wachstum vorbereitet.

1999 gründete der Ingenieur Klaus Ertmer aus Hämbach in Thüringen das Unternehmen Erkat zur Herstellung von Quer- und Längsschneidkopffräsen, die auch weltweit unter diesem Firmennamen vertrieben wurden. Seit dem Jahr 2011 gibt es die eigenständige Firma Erket GmbH & Co. KG, von der sämtliche neuen Fräsen entwickelt wurden. Erkat wurde Anfang Februar 2017 von der schwedischen Atlas Copco-Gruppe übernommen. Unabhängig hiervon führt Erket unter der neuen Marke Kemroc am selben Standort die Entwicklung und Herstellung von Sonderlösungen für den Anbau an Hydraulikbaggern und anderen Trägergeräten fort.

„Durch ihre hohe Leistung, Flexibilität und Zuverlässigkeit haben sich unsere Maschinen bereits tausendfach auf dem Weltmarkt bewährt“, sagt Unternehmer Klaus Ertmer. „Während jedoch die Nähe der Namen Erkat und Erket einstmals gewünscht war, wollen wir uns jetzt bewusst davon abgrenzen. Mit dem neuen Namen Kemroc schärfen wir das Produktimage unserer Spezialfräsen.“ Noch in diesem Sommer soll der Konstruktions- und Fertigungsbetrieb ebenfalls in Kemroc umbenannt werden, um die Markenintegrität zu erhöhen. Laut eigenen Angaben wollen Kemroc und Atlas Copco auch in Zukunft kooperieren. Damit können Synergien aus der enormen Marktpräsenz des schwedischen Weltkonzerns sowie der Flexibilität des thüringischen Mittelständlers mit seinen 20 Mitarbeitern sinnvoll genutzt werden.

Klaus Ertmer, Kemroc
Firmenchef Klaus Ertmer will auch sein Unternehmen in Kemroc umbenennen und hat den Standort Hämbach für ein weiteres Wachstum vorbereitet.

Sortiment wird verbreitert

Während Atlas Copco die Herstellung von Standard-Anbaufräsen fortführt, treibt Kemroc die Entwicklung, Fertigung und den Vertrieb seiner Sonderlösungen voran. Spezialfräsen von Kemroc lösen besondere Aufgaben im Straßen-, Kanal- und Spezialtiefbau, in Abbruch und Betonsanierung, Tunnelbau, Gesteinsabbau, Bohrtechnik und beim Reinigen ebener Stahlflächen. Das aktuelle Produktprogramm von Kemroc umfasst:
- Flächenfräsen der Serie EX (Exactor): Diese Flächenfräsen mit exakt einstellbarer Frästiefe wurden für millimetergenaues Arbeiten entwickelt. Sie eignen sich an Trägergeräten von 1 bis 23 t zum gezielten Ausbessern von Asphaltdecken oder zum Abfräsen von Beton- oder Estrichflächen.
- Universalfräsen der Serie ES (Flexator): Diese Multifunktionsfräsen lösen zahlreiche Fräsaufgaben in Werkstoffen wie Holz, Asphalt, Beton und Gestein. In sieben verschiedenen Baugrößen eröffnen sie Hydraulikbaggern von 1 bis 23 t und anderen Trägergeräten ein breites Einsatzspektrum.
- Kettenfräsen der Serie EK (Erkator): Diese speziellen Querschneidkopffräsen haben eine patentierte Mittelkette mit Fräsmeißeln zwischen ihren Schneidköpfen. In zwei Größen für Bagger von 18 bis 45 t verfügbar, öffnen sie damit schmale, tiefe Gräben in Gesteinen bis 80 MPa Druckfestigkeit.
- Trencher der Serie ETR: Diese Grabenfräsen sind in drei Baugrößen für Bagger von 15 bis 60 t erhältlich. Dank ihrer speziellen Fräskette und Anordnung der Fräsmeißel können sie nicht nur Erdreich bearbeiten, sondern auch Fels bis 40, 60 bzw. 90 MPa Druckfestigkeit.
- Schneidräder der Serien DMW und SMW (Erwetor): Sie öffnen schmale Gräben bis 1.000 mm Frästiefe in weichem und mittelhartem Gestein bis 60 MPa. Die Serie DMW erreicht Schneidtiefen bis 1.200 mm in hartem Gestein bis 100 MPa.
- Bohrgeräte der Serie EBA: Die Bohrantriebe verwandeln einen Bagger, Baggerlader oder Kompaktlader in eine leistungsfähige Bohrmaschine. Sie eignen sich zum Bohren von Löchern in Böden, Geröllen und Gesteinen bis zur Bodenklasse 7 bzw. bis zu einer Druckfestigkeit von 40 MPa.
- Reinigungsfräsen der Serie Exrust: Diese Spezialfräsen dienen zum Säubern glatter metallischer Oberflächen, etwa die Wandungen von Tanks und Silos oder die Laderäume von Schiffen.