Caterpillar kehrt in die Gewinnzone zurück

PEORIA, (USA), 26.07.2017 – Caterpillar hat den Turnaround beim Umsatz geschafft: Im zweiten Quartal erzielten die Amerikaner umgerechnet 9,7 Milliarden Euro Umsatz, knapp zehn Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Auch der Gewinn stieg dank umfangreicher Kostensenkungsmaßnahmen.

von Hendrik Stellmach

Jim Umpleby, Caterpillar
Die Verzweiflung ist Anfang 2017 der Zu-
versicht gewichen: Caterpillar hat unter
der Führung seines neuen CEO Jim
Umpleby ein starkes zweites Quartal hin-
gelegt. | Foto: Caterpillar
Bis ins vierte Quartal 2016 hatten schwache Umsätze die Geschäfte von Caterpillar dominiert, Anfang 2017 folgte dann die überraschende Trendwende: Im ersten Quartal 2017 erzielten die Amerikaner zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren wieder ein Plus bei Umsatz und Gewinn und profitierten dabei nach eigenen Angaben von Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen; so auch im zweiten Quartal.

„Unser Team hat ein beeindruckendes Quartal abgeliefert. Bei steigender Nachfrage haben wir die Kosten kontrolliert und höhere Gewinne erzielt“, sagte Caterpillar-CEO Jim Umpleby. „Während einige unserer Absatzmärkte schwierig bleiben, waren die Bauwirtschaft in China und die Gasverdichtung in Nordamerika Highlights des Quartals. Der Bergbau und das Ölgeschäft haben ihre Tiefststände verlassen, und wir sehen in den meisten Regionen eine gestiegene Nachfrage nach Baumaschinen.“ Insgesamt legte die Verkaufsregion Asien/Pazifik um 25 Prozent zu, Nordamerika um sieben und Lateinamerika um 20 Prozent.

Angesichts der positiven Entwicklung hebt Caterpillar zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Prognose für das Gesamtjahr von umgerechnet 33,9 Milliarden Euro auf umgerechnet 36,9 Milliarden Euro an. Unsicherheiten resultieren nach Angaben des Herstellers aus der schwachen Wirtschaft im Mittleren Osten und Lateinamerika sowie aus geopolitischen Risiken und schwankenden Rohstoffpreisen. „In der zweiten Jahreshälfte werden wir gezielt in Maßnahmen investieren, die für unsere zukünftige Wettbewerbsfähigkeit wichtig sind, zum Beispiel verbesserte digitale Technik und schnellere technische Updates unserer Produkte. Wir wollen dies tun, ohne die strukturellen Kosten zu erhöhen, für deren Senkung wir so hart gearbeitet haben. Diese Investitionen werden uns helfen, die Wachstumschancen zu nutzen, die vor uns liegen“, so Umpleby weiter.