Robuste Holzterrasse mit Fokus auf Langlebigkeit

HERRENZIMMERN, 28.07.2017 – Der Tennisclub Herrenzimmern im Landkreis Rottweil wurde mit einer neuen Holzterrasse ausgestattet. Interessant ist die Konstruktion vor allem aufgrund der speziellen Befestigungs- und Entwässerungstechnik. Die Erbauer geben einen kleinen Einblick in das verwendete Material.

Aufbau der Holzterrasse vor dem Tennisclub Herrenzimmer
Wetterfest: Beim Bau der neuen Terrasse für den Tennisclub Herrenzimmern wurde die ursprüngliche Tragkonstruktion aus Holz durch einen Metallunterbau ersetzt.

Die Witterung hatte der Holzterrasse des Tennisclubs ordentlich zugesetzt, etliche Balken waren verfault. „Da das Lokal verpachtet und die Terrasse öffentlich zugänglich ist, mussten wir uns etwas überlegen“, erzählt Steffen Kobel, Mitglied des TC Herrenzimmern und Beisitzer im Ausschuss des Clubs. Statt Teile der Terrasse zu sanieren, entschied man sich dazu, die ursprüngliche Tragkonstruktion aus Holz vollständig durch Metall zu ersetzen und neue Terrassendielen darauf zu befestigen. Dank verzinktem Stahl ist diese Lösung wetterfest.

Metallfundament und Holzbelag

Die Senioren des TC Herrenzimmern rissen zunächst das vorhandene Fundament ab, ein Metallbauer aus der Region errichtete daraufhin einen neuen Unterbau. Steffen Kobel und sein Bruder Christoph, beide in der väterlichen Schreinerei im Ort beschäftigt, kümmerten sich um den fachgerechten Zusammenbau des Holzbelags. Den soliden Zusammenhalt von Terrassendielen und Unterkonstruktion gewährleisten Edelstahlschrauben von Heco. „Wir arbeiten in unserem Betrieb schon jahrelang mit Schrauben von Heco“, sagt Steffen Kobel. „Das Material ist hochwertig, die Schraubenspitze lässt sich exakt positionieren und die Bits passen perfekt in die Schraubenköpfe.“

Steffen und Christoph Kobel bei der Verschraubung der Holzkonstruktion
Steffen und Christoph Kobel führten die Arbeiten zusammen mit Mitgliedern des TC Herrenzimmern fachmännisch aus. Gut zu erkennen ist der Luftspalt zwischen Holzbalken und Terrassendielen, durch den Wasser besser abfließen und Feuchtigkeit schneller verdunsten kann.

Verschiedene Schrauben für verschiedene Anforderungen

Für den Terrassenbau wurden drei verschiedene Schraubenarten aus Edelstahl verwendet: die Heco-Fix-plus Rundkopfschraube, die Heco-Topix-Terrassenbelagschraube mit Teilgewinde 5 x 40 mm sowie die Variante mit Unterkopf-Gewinde in der Abmessung 5 x 80 mm. Auf den Metallstreben der Tragkonstruktion wurden mit den Rundkopfschrauben zunächst die Holzdielen befestigt. „Der Metallbauer hat die Streben mit Bohrlöchern versehen, so dass wir die Holzbalken von unten schnell und einfach befestigen konnten“, erläutert Steffen Kobel. Als Nächstes kamen die kurzen Terrassenbelagschrauben mit Teilgewinde zum Einsatz, mit denen die Distanzprofile auf die Holzbalken geschraubt wurden. Die Distanzprofile aus Kunststoff sind notwendig, damit Wasser, das zwischen die Holzbalken und Terrassendielen gelangt, besser abfließen und Feuchtigkeit schneller verdunsten kann. „Bei der alten Terrasse waren die Hölzer ohne Luftspalt miteinander verschraubt. Bei auftretender Feuchtigkeit konnte hier nichts abtrocknen. Deshalb waren am Ende auch etliche Balken verfault“, schildert Kobel.

Geräuscharme Gesamtkonstruktion

Bereits bei der Holzauswahl achteten die Brüder auf eine lange Haltbarkeit des Materials und entschieden sich bei den Dielen für Sibirische Lärche. Das Holz ist hart und witterungsbeständig und eignet sich, neben weiteren Materialien,  gut für Bauwerke im Außenbereich.Um die Terrassendielen auf den Holzbalken zu befestigen, verwendeten die Kobel-Brüder die 80 mm langen Heco-Topix-Terrassenbelagschrauben mit Unterkopf-Gewinde. Die Belagbretter werden an jedem Auflagepunkt mit jeweils zwei dieser Terrassenbelagschrauben fest mit der Unterkonstruktion verbunden. Das Unterkopf-Gewinde fixiert dabei die Belagbretter sicher und verhindert gleichzeitig Knarrgeräusche, die bei Verwendung von Teilgewindeschrauben üblicherweise entstehen können, sobald das Holz quillt und schwindet beziehungsweise wenn die Terrasse von Personen begangen wird.

Verschrauben der Holzdielen auf der Unterkonstruktion
Das Fixieren der Terrassendielen auf der Unterkonstruktion erfolgte mit Heco-Topix-Terrassenbelagschrauben in der Variante mit Unterkopf-Gewinde, das Knarrgeräusche beim Betreten der Terrasse verhindert.

Vorbohren und Vorsenken in einem Arbeitsgang

Besonders einfach gelingt das Eindrehen der Schrauben, wenn die Terrassendielen vorgebohrt werden. Dafür hat Heco einen Terrassendielenbohrer im Programm, der die zwei Arbeitsgänge Vorbohren und Vorsenken miteinander kombiniert. Für ein optisch sauberes Schraubenbild ist somit gesorgt, weil sich durch das Vorsenken der kleine Linsensenkkopf bündig in die Holzdiele einschrauben lässt. „Das ist wichtig, weil sich sonst bei einer zu tief eingedrehten Schraube wiederum Wasser in der Vertiefung sammeln könnte“, erklärt Steffen Kobel. Die spezielle Geometrie der Schraube mit Fräsrippen an der Spitze verhindert zudem das Spalten des Holzes.
Knapp zwei Tage dauerte es, bis der neue Belag angebracht und die Besucherterrasse der Clubgaststätte wieder begehbar war. Dank der Materialkombination aus Metallgerüst, Hartholzdielen und Edelstahlschrauben wird die neue Terrasse des TC Herrenzimmern nun gewiss einige Jahrzehnte überdauern. bi