Arbeitsbühnen: Gardemann verschmilzt mit mateco

STUTTGART, 14.08.2017 – Die beiden größten Arbeitsbühnenvermieter in Deutschland werden zusammengelegt. Wie mateco-Geschäftsführer Armin Rappen mitteilte, sollen die beiden Firmen ab dem Jahr 2018 zur neuen mateco GmbH verschmolzen werden. Das Unternehmen wächst damit von 34 auf 60 Standorte.

Mateco-Arbeitsbühne im Einsatz
Auch für ungewöhnliche Einsätze werden Arbeitsbühnen gebraucht: Hier beim Bau eines Antennenmastes mit Helikopterunterstützung. | Fotos. Mateco
Beide Unternehmen basieren auf ähnlichen Strukturen und sind strategisch auf die gleichen Märkte fokussiert, so Rappen. Gardemann könne, wie auch mateco, auf über 40 Jahre Erfahrung, enge Kundenbeziehungen und ein hohes Maß an Professionalität zurückblicken. Außerdem pflegen laut Rappen beide einen partnerschaftlichen, Umgang mit Kunden und Belegschaft. Eines der Hauptanliegen sei der möglichst vollständige Erhalt der Arbeitsplätze. „Unser Fokus liegt auf gesundem Wachstum und nicht auf Gesundschrumpfen“, so Rappen.
Armin Rappen
mateco-Geschäftsführer Armin Rappen ist
im Zuge der Übernahme auch für Garde-
mann zuständig.

Die Zusammenlegung werde für die Kunden eine hohe Verfügbarkeit bedeuten, denn mit zusammen über 10.000 Maschinen – der mateco-Mietpark umfasst über 7.000 Arbeitsbühnen, die Gardemann-Flotte mehr als 3.500 Arbeitsbühnen – könne eine hohe Flexibilität erzielt werden. Dazu komme das vereinte Know-how: Vor allem die zentrale Störungsannahme und spezialisierte Teams sollen laut Rappen neue Maßstäbe in der Kundenbetreuung setzen. Mit den 60 Standorten etabliere Mateco ein enges Vertriebs- und Servicenetz mit verkürzten Reaktionszeiten.

Hintergrund der Verschmelzung ist ein Eigentümerwechsel. Am 28. Juni hatte die TVH Group, zu der mateco gehört, mitgeteilt, dass sie alle Anteile der Lavendon Holding (Deutschland) GmbH und damit auch 100% der Gardemann Arbeitsbühnen GmbH vom bisherigen Eigentümer Loxam erworben hat. Damit setzt die TVH ihre Wachstumsstrategie der letzten Jahre fort.