Linktipp: Die Auskömmlichkeit von Angeboten – zum Umgang mit Niedrigpreisen

KIEL, 6.1.2013 - Bei der Vergabe öffentlicher Aufträge stehen öffentliche Auftraggeber oftmals vor einem Dilemma: Einerseits haben sie das Bestreben, wirtschaftlich zu beschaffen. Niedrige  Angebotspreise sind daher grundsätzlich willkommen. Problematisch wird die Zuschlagserteilung jedoch bei Angeboten mit „unangemessen“ niedrigen Preisen.

Buch mit Paragrafen
Ab wann ist ein Preis unangemessen niedrig? Und welche Folgen hat ein zu niedriger Angebotspreis?

Die Regelungen zum Umgang mit unangemessen niedrigen Angeboten dienen vor allem dem Schutz des Auftraggebers: Erhält ein Unterkostenangebot den Zuschlag und gerät der Auftragnehmer bei der Auftragsausführung in wirtschaftliche Schwierigkeiten, besteht die Gefahr, dass der Auftrag nicht oder nicht ordnungsgemäß zu Ende geführt wird.

Stellt der Auftraggeber ein Missverhältnis zwischen Leistung und Preis fest, darf er das Angebot nicht ausschließen, ohne dass er vom Bieter Aufklärung über den Angebotspreis verlangt. Denn es ist möglich, dass ein Bieter sein Angebot zu besonders niedrigen Konditionen abgibt, weil er damit am Markt Fuß fassen oder das Projekt aus Prestigegründen unbedingt ausführen will.

Ergibt die Prüfung, dass der Bieter zu den angebotenen Preisen zuverlässig und vertragsgerecht liefern kann, kann der Auftraggeber das Angebot in der Wertung belassen.

Ausführliche Informationen zur Auskömmlichkeit von Angeboten und zum Umgang mit Niedrigpreisen gibt ein von den Auftragsberatungsstellen erarbeiteter Beitrag.

Diesen ABST-Beitrag finden Sie hier.

(Quelle: Newsletter Auftragswesen aktuell, Gemeinsamer Newsletter der Auftragsbertungsstellen in Deutschland, Nr. 11 - November 2013)
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