Straßenbau: Asphalt sicher einbauen mit Thermo-Abschieber

MÜHLDORF, 16.10.2017 – Bei einem Straßenbauprojekt In Heidelberg konnten Thermotransporter mit Abschiebetechnik ihre Produktvorteile demonstrieren. Die Auflieger stammen von Fliegl Bau& Kommunaltechnik.

Thermoabschieber beim Asphalteinbau
Erfolgreich in Heidelberg: Mithilfe der Thermoabschieber wurden auf knapp 16.000 Quadratmetern Fahrbahn mehr als 3.000 Tonnen Asphalt eingebaut.

Zunehmend nutzen Behörden und Baubetriebe die Kombination aus thermoisolierter Mulde und Abschiebetechnik für Straßenbauprojekte. So zum Beispiel auch die Stadt Heidelberg, in deren Auftrag ein 1,6 Kilometer langer Abschnitt der Umgebungsstraße L637 mit dieser Transporttechnologie neu asphaltiert wurde. Der heiße Asphalt wird dabei in thermoisolierten Fliegl-Aufliegern angeliefert, so hält der Baustoff ohne zusätzliche Heizvorrichtung stabil seine Temperatur. Die Abschiebetechnik wiederum sorgt dafür, dass der heiße Asphalt nicht einfach abgekippt, sondern per Hydraulik nach und nach an den Straßenfertiger abgegeben wird.
Die Temperaturverluste während des Transports sind minimal, die Mischguttemperatur liegt selbst direkt an den Muldenwänden jederzeit deutlich über den geforderten 150 Grad Celsius. Kalte Nester gibt es nicht. Nach dem Andocken an den Fertiger kommen die Vorzüge der Abschiebetechnik zum Tragen: Dosiert wird der Asphalt in den Fertiger abgegeben, einen Stillstand gibt es nicht. Das Abschieben bewirkt eine Durchmischung, die zu einer Homogenisierung führt. Das Ergebnis ist ein Verdichtungsgrad von mindestens 98 Prozent. Der Hersteller Fliegl argumentiert: Für die ausführenden Bauunternehmen bietet der „Asphaltprofi Thermo“ mit Abschiebetechnik Sicherheit. Er liefert das Mischgut so heiß und homogen an, dass der geforderte Verdichtungsgrad problemlos erreicht wird. So können Unternehmen massive Vertragsstrafen oder Geldbußen vermeiden.

Wirkungsprinzip des Thermoabschiebers

Laufende Durchmischung: So bleibt das Mischgut homogen, als durchschnittliche Abladetemperatur wurden 158° C gemessen. | Foto + Skizze: Fliegl

Der Asphaltprofi Thermo ist zudem eine intelligente Lösung bei schwierigen Einbausituationen. Tunnel, Brücken und Höhenhindernisse sind für ihn kein Problem. Das Abladen funktioniert auch in Raumhöhen, wo Kipper bereits an ihre Grenzen stoßen. Abzuschieben statt abzukippen kann auch mehr Sicherheit bedeuten, vor allem auf schiefen Ebenen – wo nicht gekippt wird, kann ein Transportfahrzeug auch nicht umkippen.
Die Mehrkosten für den Einsatz von Abschiebe-Thermoaufliegern liegen bei etwa 1,2 bis 6 Promille der Asphaltbauleistung. Sie könnten sich lohnen – auch für Transport- oder Subunternehmen - um Reklamationen zu vermeiden.