Kettendumper: Schlechtwetter sorgt für neue Einsatzgebiete

MEPPEN, 17.10.2017 – Regen im Norden: Bei aufgeweichtem Boden kommen Lkw und Traktoren an ihre Grenzen. Bau- und Lohnunternehmen setzen deshalb zunehmend auf starke Maschinen mit geringem Bodendruck. So werden zum Beispiel beim Infrastrukturbau im Emsland kompakte Kettendumper eingesetzt.

Bergmann-Dumper beim Spülfeldbau in Papenburg
Beim Spülfeldbau in Papenburg spielen kompakte Kettendumper ihre Vorzüge aus. | Fotos: Bergmann

Seit vielen Jahren wird der ausgebaggerte Schlick der Ems auf die nahen Flächen im nördlichen Emsland gespült und kultiviert. Im Auftrag des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Emden werden zurzeit neue Spülfelder mit einer Gesamtfläche von über 22 Hektar angelegt. Das entspricht etwa einer Größe von über 30 Fußballfeldern. Dabei werden große Erdmassen aus vorgesehenen Teilgebieten des Gesamtareals abgebaut und zu 2,8 m hohen Begrenzungsdeichen aufgeschüttet. Der Untergrund auf den Spülfeldern ist extrem nass und schlammig. Ein Lkw oder Traktor hat da häufig keine Chance.
Das Unternehmen Bergmann Maschinenbau stammt aus dem Emsland und verzeichnet zurzeit reges Interesse für seine kompakten 10 Tonnen-Kettendumper aus der 4000er Serie. So spielt beispielsweise der Heckkipper 4010HK auf den Spülfeldern seit einigen Monaten seine Vorzüge aus. Der 240-PS starke Gummiketten-Dumper überzeugt mit Wendigkeit und Transportleistung, vor allem auf nassem Untergrund. Ausgestattet mit einem emissionsarmen Cummins-Motor, erreicht er eine Arbeitsgeschwindigkeit von 16 km/h. Das ist vor allem bei den kontinuierlichen Erdtransporten vorteilhaft. Und zwar so, dass seit einigen Tagen ein weiterer 4010 im Einsatz ist, in diesem Fall mit Rundkipperaufbau.
Ursprünglich war die zweite Maschine erst in einigen Monaten für den Einsatz im angrenzenden Stromtrassenbau vorgesehen. „Die Energiewende und der damit verbundene Infrastrukturausbau bieten unglaubliche Potenziale für unsere Fahrzeuge und speziell für unsere Kettendumper“, meint Firmenchef Hans-Hermann Bergmann. „Zuwegungen für Windparks erfordern ganzjährlich einen umfangreichen Bodenaustausch, und beim deutschlandweiten Netzausbau sind Verzögerungen auch bei tiefen Böden oder unwegsamen Landstrichen keine Option. Ideale Bedingungen also für den neuen 4010R.“

Bergmann-Dumper 4010
Heckkipper 4010HK: Der 240-PS starke Gummiketten-Dumper überzeugt mit Wendigkeit und Transportleistung auf nassem Untergrund.

Ganzjährig im Einsatz

Die Kabinen der Dumper bieten auch bei schlechtem Wetter beste Sicht auf den Arbeitsbereich. Für zusätzliche Sicherheit sorgt der niedrige Schwerpunkt der Fahrzeuge. Der 4010 R mit drehbarer Rundmulde und drehbarem Fahrerstand macht zeitintensive und unsichere Wendemanöver auf wenig tragfähigem Untergrund überflüssig. Die Komfort-Fahrerkabine bietet viel Platz und einen luftgefederten Fahrersitz, der das dauerhaft sichere Arbeiten ermöglicht. Außerdem gehören eine leistungsstarke Heiz-Klima-Automatik sowie eine beheizte Frontscheibe zur Serienausstattung. Durch die zweigeteilte Motorhaube lassen sich alle Wartungsstellen vom Boden aus erreichen.
Gute Argumente also, um den Kauf und den Einsatz des zweiten Dumpers auf den Herbst vorzuziehen. Zu den neuen Einsatzgebieten im Infrastrukturbau passt es, dass Bergmann den 4010 auch als Trägerfahrzeug für verschiedene Sonderaufbauten wie Krane, Pritschen, Plattformen und Sondermulden anbietet. Bau- und Lohnunternehmen gewinnen Planungssicherheit und eine größere Unabhängigkeit vom berüchtigten „Schlechtwetter“ auf ihren Baustellen.

Erdbewegung mit Bergmann-Dumper
Beste Sicht auf den Arbeitsbereich auch bei schlechtem Wetter: Für zusätzliche Sicherheit sorgt der niedrige Schwerpunkt der Fahrzeuge.