Rüge mit Angebot eingereicht: Nachprüfungsantrag ist unzulässig!

BONN, 27.11.2017 - Wird die Rüge zusammen mit dem Angebot in einem verschlossenen Umschlag eingereicht, hat der Auftraggeber erst nach Ablauf der Angebotsfrist die Möglichkeit, Kenntnis von der Rüge zu nehmen. Dann ist der Nachprüfungsantrag unzulässig, so die VK Bund.

Die Vergabekammer des Bundes hat in ihrem Beschluss vom 18.08.2017 - VK 2-82/17 folgendes entschieden:

Ein Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit Verstöße gegen Vergabevorschriften, die in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden. Die Erfüllung der Rügeobliegenheit ist für jeden geltend gemachten Vergabefehler gesondert zu prüfen.

Wird die Rüge zusammen mit dem Angebot in einem verschlossenen Umschlag eingereicht, hat der Auftraggeber erst nach Ablauf der Angebotsfrist die Möglichkeit, Kenntnis von der Rüge zu nehmen.

Hier geht es zum Beschluss der Vergabekammer des Bundes.

(Quelle: ibr online) | B_I MEDIEN 

Vergaberecht verständlich erklärt:

Welche Arten von Vergabeverfahren gibt es in Deutschland? Was ist der Unterschied zwischen Schwellenwerten und Wertgrenzen? Was sind UVgO, SektVO und freihändige Vergaben?