Häcksler: Französische Gruppe S.E.E. übernimmt Schliesing

LILLE (Frankreich)/KEMPEN, 20.12.2017 – Der nordrhein-westfälische Häcksler-Hersteller Schliesing wird Teil der französischen Gruppe S.E.E. Der in Lille ansässige Ausrüster für Grünprofis holt mit der Schliesing Machinery GmbH die vierte Marke unter sein Dach und wird damit zu einem der größten Häcksler-Hersteller in Europa.

Schliesing-Häcksler
Mit der Akquise von Schliesing will die S.E.E.-Gruppe, zu der die Marken Guillebert, Saelen und TS Industrie gehören, die Aktivitäten der Firmengruppe im Bereich Holzhäcksler weiter stärken. | Foto: Schliesing

Schliesing soll als unabhängige Marke selbstständig weitergeführt werden. Neben dem Neuzugang Schliesing gehören zur Groupe S.E.E. u.a. die Marken Saelen und TS Industrie. Die professionellen Häcksler, die Saelen in Frankreich und TS Industrie für den Export und für Deutschland produziert, machen rund ein Drittel des Gesamtumsatzes der Gruppe aus. Mit der Übernahme des Häcksler-Herstellers aus Kempen will die Gruppe ihre Marktposition in Europa nun weiter ausbauen. Ziel sei es, erklärt S.E.E.-Geschäftsführer Erwan Faudet, eine mittelgroße Referenzfirma für Garten- und Grünflächenprofis in Europa zu werden. Durch die Übernahme von Schliesing, so Faudet weiter, würde die Gruppe eine neue Größenordnung erreichen, die zu weiterem Wachstum und einem Ausbau des Marktanteils in Deutschland und in Europa beitrage. In Zahlen ausgedrückt: Die Gruppe hat sich vorgenommen bis zum Jahr 2021 einen Umsatz von 50 Mio. Euro zu generieren. Um dieses Ziel zu erreichen, war Unternehmensangaben zufolge, zusätzlich externes Wachstum geboten. Neben dieser Wachstumsstrategie soll die Akquise von Schliesing laut S.E.E. gleichzeitig den Auftakt für die „notwendige Revitalisierung“ des europäischen Marktes für Profi-Hacker und Häcksler bilden: „Mit mehr als zwanzig Marken ist der Markt für Häcksler ein Nischenmarkt, der in ganz Europa reif und gesättigt ist. Um Endnutzern immer innovativere und wettbewerbsfähigere Geräte anbieten zu können, ist Marktkonzentration ein Muss“, sagt Faudet.