Doka: Apolda wird zum Schalungs-Drehkreuz für Europa

MAISACH, 15.01.2018 – Doka will ihren deutschen Logistikstandort Apolda zum europäischen Distribution-Center ausbauen. Bis zu 8 Millionen Euro investiert der Schalungshersteller in den thüringischen Standort, um europäische Nachbarländer in das Logistik-Netzwerk zu integrieren.

Schalungslager am Standort Apolda
Für mehr Schlagkraft bei der Materiallogistik wird Apolda zum Distribution-Center für Zentral-, Nord- und Westeuropa ausgebaut. | Foto: Doka

Für die Baubranche war 2017 ein erfolgreiches, aber auch ein herausforderndes Jahr. Volle Auftragsbücher sorgten für kräftigen Umsatz, brachten viele Unternehmen aber auch an ihre Leistungsgrenzen. Den immensen Bedarf an Schalungsmaterial zu decken war auch für Doka eine Mammutaufgabe. Das Logistik-Center Apolda als Zentrallager für Spezialartikel und große Mengen habe sich dabei als große Stütze gezeigt, heißt es von Doka.
In sein 11,4 Hektar großes Zentrallager investierte Doka bei seiner Gründung im Jahr 2013 14 Millionen Euro. Innerhalb kürzester Zeit habe sich Apolda zu einem wichtigen Dreh- und Angelpunkt für die deutschen Standorte entwickelt. Die Wahl auf die thüringische Kleinstadt nahe Weimar sei seinerzeit wegen ihrer zentralen Lage und der guten Infrastruktur gefallen. Die gleichen Argumente sprächen nun auch für Apolda als neues Distribution-Center für die Standorte in Zentral-, West- und Nordeuropa. Weitere 6 bis 8 Millionen Euro sollen nun in ca. 2,5 Hektar zusätzliche Fläche und den Standortausbau fließen.

Lieferfähigkeit und Logistik optimiert

Mit dem Ausbau wollen die Schalungstechniker ihre Lieferfähigkeit für Deutschland und Länder wie Schweden, Frankreich oder die Schweiz verbessern. Auch die Materialbestände sollen grenzübergreifend besser genutzt werden. Vor allem die Bauunternehmen profitieren davon. „Was wir bisher im deutschlandweiten Logistiknetz schon an Vorteilen gespürt haben, wird sich mit der Erweiterung um die anderen Länder noch stärker bemerkbar machen: bessere Verfügbarkeit, kürzere Vorlaufzeiten, einheitlicher Qualitätsstandard“, sagt Frank Müller, Geschäftsführung Deutsche Doka. „Weil wir Bedarfe nicht mehr nur über die Bestände in Deutschland abdecken können, sondern auch über die Bestände in unseren Nachbarländern. Langfristig erreichen wir damit eine bessere Nutzung des weltweiten Mietparks.“
Apolda wird das vierte Distribution-Center für Doka, nach Dubai, Chicago und Amstetten. Weitere sind in Planung.