Erfahrungsbericht: Gepflegter Auftritt mit Akkugeräten

KARLSBAD, 24.01.2018 – Naturnahe Gärten – das bedeutet für Lutz Herrmann umweltgerechte Pflanzenpflege. Entsprechend umfasst sein Maschinen- und Gerätepark längst auch Akkugeräte. Flexible Einsätze im Blick, entschied er sich für ein vielfältig erweiterbares Akkusystem und berichtet von seinen Erfahrungen.

Die Akkusysteme in Aktion bei Gärtnermeister Hermann und Geselle Löffler
Akkusysteme aus leichten, geräuscharmen und abgasfreien Motorgeräten machen die professionelle Garten- und Landschaftspflege körperschonend und umweltgerecht. | Fotos: Reich

Wenn Heiko Löffler mit seiner Akku-Motorsäge Obstbäume beschneidet oder Ziergehölze auslichtet, macht ihm die Arbeit richtig Freude. Der Gärtnergeselle ist einer von fünf Beschäftigten im GaLaBau-Betrieb von Lutz Herrmann aus dem nordbadischen Karlsbad. Neben der Neu- und Umgestaltung von Außenanlagen privater, gewerblicher und öffentlicher Kunden gehören das Beschneiden von Bäumen und Ziergehölzen sowie die Pflege von Sträuchern, Stauden und Hecken zu den Schwerpunkten des Betriebes. Und seitdem dabei vermehrt Akkugeräte verwendet werden, ist der Komfort gestiegen: „Die Motorsäge bringt auf Knopfdruck sofort die volle Leistung. Weil sie so leicht und handlich ist, kann ich damit mühelos Schnitte ausführen, ohne dass die Arme schwer werden“, bestätigt Heiko Löffler. Besonders gefällt ihm der vibrations- und geräuscharme, abgasfreie Betrieb seiner Akku-Motorsäge: „Nach einem Arbeitstag mit diesem Gerät habe ich immer noch einen klaren Kopf und bin körperlich weitaus weniger ermüdet als nach dem Umgang mit Benzingeräten.“

Leichte, handliche Akkugeräte

Die Industrie bietet umfassende Systeme aus leichten und handlichen Akkugeräten für die professionelle Garten- und Landschaftspflege – etwa Heiko Löfflers Motorsäge MSA 200C aus der Produktlinie AkkuSystem Pro von Stihl. Die wartungsfreien, bürstenlosen Elektromotoren der Geräte werden von 36-V-Akkus angetrieben, die unmittelbar am Gerät, in einem Akku-Gürtel oder in einem Rückentragegurt untergebracht sind. „Normalerweise komme ich mit einer Akkuladung durch den gesamten Arbeitstag. Nur zur Sicherheit habe ich immer einen geladenen Wechselakku dabei“, sagt Löffler. Aufgeladen werden die Akkus über Nacht im Lager des Betriebes oder beim Kunden.

Gärtnermeister Lutz Hermann setzt bevorzugt die abgasfreien Akkugeräte ein.
Gärtnermeister Lutz Herrmann und Geselle
Heiko Löffler setzen beim Pflegen von
Privatgärten wie hier in Karlsbad, aber
auch auf Friedhöfen und in öffentlichen
Außenanlagen vermehrt auf geräuscharme,
abgasfreie Akkugeräte.

Geräuscharm und emissionsfrei

Beim Rückschnitt von Hecken und Ziergehölzen greift Lutz Herrmann mittlerweile gerne zu seiner neuen Akku-Heckenschere mit 75 cm langem Schneidwerk. Sie wird von einem Energiespeicher im Akkugürtel mit Traggurt angetrieben und liegt dadurch leicht in der Hand. „Mit ihrem starken Rückschnitt-Schneidwerk kommt die Maschine mit Thuja oder Zypresse genauso klar wie mit Hainbuche und anderen harten Gehölzen“, berichtet der Gärtnermeister. „Sie bringt eine hohe Flächenleistung, erzeugt aber dank ihres geringen Gewichts keine schwere körperliche Belastung.“
Die Akkugeräte arbeiten zudem so leise, dass die Gärtner keinen Gehörschutz brauchen – ein weiteres Plus an Arbeitsqualität. „Insgesamt fühle ich mich nach der Arbeit mit unseren Akkugeräten deutlich wohler als nach dem Umgang mit Benzingeräten“, bestätigt Heiko Löffler. Sein Chef ergänzt: „Bei Pflegeeinsätzen rund um Schulen und Kindergärten oder auf den Friedhöfen im Raum Karlsbad hilft uns das geräuscharme Verhalten der Akkugeräte ebenfalls. Auch unsere Privatkunden bemerken anerkennend, wie unauffällig wir in ihren Gärten auftreten.“

Die Akku-Heckenschere in Aktion
Akku-Heckenscheren ermöglichen Rückschnitte an weichen Gehölzen wie Thuja und Zypresse genauso wie an harten Gehölzen. Starke Elektromotoren sichern einen raschen Arbeitsfortschritt.

Kaum Reparatur- oder Wartungsarbeiten nötig

Sein erstes Akkugerät, eine Heckenschere mit 62 cm langem Schneidwerk, beschaffte Herrmann schon vor drei Jahren. „Die Maschine ist ungeheuer vielseitig“, sagt er. „Weil sie so leicht und handlich ist, können wir damit nicht nur präzise und effizient lange Heckenwände und -dächer schneiden, sondern auch filigrane Formgehölze wie etwa Thujakegel oder Buchskugeln trimmen.“ Bisher waren – abgesehen vom Schärfen des Schneidwerks – keine Reparaturen oder Wartungsarbeiten notwendig, bemerkt er mit Hinblick auf günstige Betriebs- und Wartungskosten. Später kamen die Motorsäge und die Rückschnitt-Heckenschere dazu. Auch bei diesen Geräten sind die laufenden Kosten überschaubar: Neben den Schmierstoffen für Kettengarnitur und Schneidwerk fallen lediglich die Stromkosten für das Aufladen der Akkus an.

Das hohe Drehmoment der Akku-Motorsäge hilft bei der Holzverarbeitung
Aus ihrem Elektromotor holt die Akku-
Motorsäge ein hohes Drehmoment.
Auch Schnitte schräg zur Faserrichtung
oder durch zähes Holz lassen sich damit
zügig ausführen.

Ausbaufähig dank Systemansatz

Beim Pflegearbeiten werden in Lutz Herrmanns betrieblichem Alltag die Akkugeräte immer wichtiger. Auch das Angebot der Industrie wird immer reichhaltiger, beim Hersteller Stihl etwa umfasst das für Profi-Einsätze konzipierte Akkusystem Pro u. a. Motorsägen und Hoch-Entaster, Heckenscheren und Heckenschneider, Astscheren und Laubbläser. Betrieben werden sie mit einheitlich geformten Lithium-Ionen-Akkus (36 V) von unterschiedlicher Kapazität. So steht für jedes Gerät ein Akku mit dem passenden Speichervermögen und Gewicht zur Verfügung, trotzdem sind alle Akkus mit allen Geräten verwendbar. Aufgeladen werden sie von Standard- oder Schnellladegeräten. „Mir gefällt besonders dieser konsequente Systemansatz“, so Lutz Herrmann: „alles ist miteinander kompatibel und ein Werkzeugbestand beliebig erweiterbar. Demnächst werde ich wohl noch einen Laubbläser beschaffen.“ Die Kosten dafür würden jedenfalls im Rahmen bleiben. Denn passende Akkus besitzt der Unternehmer ja schon. bi