Terrassenbau: Drainage schützt Naturstein vor Schneemassen

BICKENBACH, 27.02.2018 – Jede Menge Schnee, atemberaubende Aussicht und eine sonnige Terrasse: Die Häuslalm am Kapruner Gletscher lässt Skifahrer-Herzen höherschlagen – und brachte die Fliesenleger ins Schwitzen. Denn sechs Meter Schnee im Durchschnitt sind für Natursteinplatten und Unterkonstruktion eine Herausforderung.

Häuslalm am Kapruner Gletscher
Schnee so weit das Auge reicht: Bei der Sanierung und Erweiterung der Sonnenterasse der Häuslalm Kaprun am Kitzsteinhorn mussten sich die Handwerker auf eine ganz besondere Witterung einstellen.

Mitten im Skigebiet Kitzsteinhorn im österreichischen Bundesland Salzburg liegt die Häuslalm. Jedes Jahr lockt die Jausenstation unzählige Skifahrer mit ihrer großen Aussichtsterrasse und der Après-Ski-Hausbar an. Mit einer Seehöhe bis zu 3.029 Metern gehört das Skigebiet zu den drei höchstgelegenen im Salzburger Land. Bis zu 295 Tage im Jahr kommen Skifahrer hier voll auf ihre Kosten – mit sechs Meter Schnee im Durchschnitt. Auf diese Extremwitterung mussten sich die Handwerker der Firma Bruno Berger und des Fliesenlegers Brennsteiner Fliesen bei der Sanierung und Erweiterung der Sonnenterrasse einstellen. Vor allem weil die Terrasse beheizt ist und so bei jedem Neuschnee Sickerwasser durch die Beläge abfließt. Da ist die Gefahr von Frostschäden groß, zumal sie mit exklusivem Rauriser Naturstein belegt werden soll.

Verlegung der Drainagematten
Die Sanierung der 350 Quadratmeter großen Außenterrasse war eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Hier wurde die kapillarbrechende Flächendrainage AquaDrain EK von Gutjahr eingesetzt.

Zeitfenster: Zwei Monate

Für die Sanierung und Erweiterung der 350 Quadratmetern großen Außenterrasse standen nur die Sommermonate zur Verfügung. Das heißt: im Juli starten, im August fertig sein. Um die Sicherheit zu gewährleisten und den Zeitplan einzuhalten, entschieden sich die Handwerker, die kapillarbrechende Flächendrainage AquaDrain EK von Gutjahr einzusetzen – auf 320 Quadratmetern.
AquaDrain EK wurde speziell für die Verlegung von Naturstein auf Drainmörtel entwickelt. Das System ist – im Gegensatz zu Drainmörtel allein – kapillarpassiv. „Das verhindert, dass Wasser von der Abdichtung nach oben transportiert wird und zu Schäden oder Feuchteflecken am Belag führt“, sagt Gutjahr-Geschäftsführer Ralph Johann. Zudem stelzt AquaDrain EK den Belag komplett auf. Dadurch bilden die Drainkanäle einen definierten Hohlraum von über 90 Prozent, so dass Wasser schnell und effektiv abfließen kann – deutlich schneller als bei der Verlegung auf Drainmörtel ohne Drainagematte. Durch die Hinterlüftung trocknet die gesamte Konstruktion schneller ab.

Systemaufbau AquaDrain EK
AquaDrain EK stelzt den Belag komplett auf und ist kapillarpassiv. Das verhindert, dass Wasser von der Abdichtung nach oben transportiert wird und zu Schäden am Belag führt.

Gittergewebe dauerhaft durchlässig

Eine weitere Besonderheit ist das Gittergewebe. Es bleibt dauerhaft wasserdurchlässig und ist laut Hersteller das einzige mit einem geprüften Langzeittauglichkeitsnachweis: Es setzt sich nicht durch die löslichen Kalke im Drainmörtel zu.
Zusätzlich verarbeiteten die Handwerker die AquaDrain SK Stoßabdichtung, um die Drainagematten untereinander zu verbinden, und den AquaDrain RD Randdämmstreifen. Dank selbstklebendem Fuß lässt er sich schnell und einfach an aufgehenden Bauteilen verarbeiten. Im bauchemischen Bereichen setzten die Handwerker auf Ardex-Produkte, darunter Ardex A 10 (Bindemittel für Einkornmörtel), Ardex FB 9 L (Flexibler Fließbettmörtel) und die Ardex GK Belastungsfuge.

Konzept aufgegangen: Der Zeitplan auf der Häuslalm wurde eingehalten, der Naturstein ist gut geschützt und die Besucher haben von der Terrasse einen traumhaften Blick auf das Alpenpanorama. | Fotos: Gutjahr

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