Es geht los: Ausschreibungen für A20-Behelfsbrücke bei Tribsees

SCHWERIN, 02.03.2018 - Im Bereich der Dammabsackung auf der A20 bei Tribsees soll es jetzt eine Behelfsbrückenlösung über die gesamte Dammlänge geben. Die Ausschreibung der Brückenelemente ist bereits erfolgt. Die Ausschreibung für die Gründung soll in den nächsten Tagen kommen.

Die Ostseeautobahn A20 war im vergangenen Herbst in der Nähe von Tribsees plötzlich in sich zusammengestürzt. Als wahrscheinlichste Ursache gilt eine zu schwach ausgelegte Gründungskonstruktion mit tausenden dünnen Säulen aus Sand und Beton.

Nach intensiven Untersuchungen hat das Landesamt für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommern nun ein machbares Konzept für eine neue Behelfsbrückenlösung über die gesamte Dammlänge entwickelt.

Die eingestürzte Autobahn soll für die Dauer der Instandsetzung des Straßendamms provisorisch überbrückt werden. Mit Hilfe von Behelfsbrückenelementen soll der Straßendamm westlich der Trebeltalbrücke auf seiner gesamten Länge von ca. 700 Metern so wieder einspurig in jede Richtung befahrbar gemacht werden. Die Behelfsbrücke wird auf der südlichen Fahrbahn (Richtung Stettin) errichtet. Die Straßenbauverwaltung rechnet mit einer Realisierung noch im Verlauf dieses Jahres.

Gründung wird in den nächsten Tagen ausgeschrieben

Die Ausschreibung der benötigten Brückenelemente ist bereits erfolgt (siehe A431496303 B_I ausschreibungsblatt bzw. B_I ausschreibungsdatenbank). Die Angebote dafür sollen Anfang März vorliegen.

Der Auftrag für die Gründung der Behelfsbrücke soll in den kommenden Tagen ausgeschrieben werden. Schon bis Ende März sollen die Angebote dafür eingegangen sein.

Die Ergebnisse dieser Ausschreibungen werden zeigen, wie teuer diese Variante wird. „Ich gehe aber davon aus, dass diese Brückenlösung deutlich günstiger wird als der Bau des Ableiters, für den wir inzwischen bis zu 15 Millionen Baukosten einkalkuliert haben“, so Christian Pegel, Infrastrukturminister in Mecklenburg-Vorpommern. "Hauptargument für unsere Entscheidung zugunsten dieser Variante ist aber die voraussichtlich schnellere Umsetzbarkeit sowie der bessere Verkehrsfluss.“

Zu den praktischen Auswirkungen für die Autobahnnutzer erläuterte Ronald Normann, Leiter der Autobahnabteilung des Landesamtes: „Nach der Fertigstellung der Behelfsbrücke kann der Verkehr auf einer Spur je Richtung über die beschädigte A 20 rollen. Parallel wird die Richtungsfahrbahn Rostock mit Hilfe einer Brückenlösung instandgesetzt. Nach der Fertigstellung der ersten Brückenhälfte wird der Verkehr auf diese verlegt und dann die Richtungsfahrbahn Stettin in gleicher Weise instandgesetzt.“

(Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern) | B_I MEDIEN