WVG Nord: Der neue Verband im Norden

BREMEN/HAMBURG, 07.03.2018 – Am 28. Februar fand die Fusionsversammlung des Wirtschaftsverbandes Gartenbau (WVG) e.V. (NDS/HB) und des Gartenbauverbandes Nord (GVN) e.V. (HH/SH/MV) statt. Vor rund 100 Ehrengästen und Mitgliedern konnte Andreas Kröger, Hamburg, als erster Präsident des fusionierten Wirtschaftsverbandes Gartenbau Norddeutschland am 28. Februar im Tagungsthotel Jesteburg verkünden: „Es ist vollbracht! Die Gärtnerinnen und Gärtner in Norddeutschland sprechen von nun an mit einer Stimme.“

Fusionsversammlung des Wirtschaftsverbandes Gartenbau (WVG) e.V. (NDS/HB) und des Gartenbauverbandes Nord (GVN) e.V. (HH/SH/MV)
Die Fusionsversammlung des Wirtschaftsverbandes Gartenbau (WVG) e.V. (NDS/HB) und des Gartenbauverbandes Nord (GVN) e.V. (HH/SH/MV) fand am 28. Februar statt.

Grußworte aus den Bundesländern des Verbandes überbrachten Dr. Rolf Bösinger, Staatsrat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (Bereich Wirtschaft und Innovation) der Freien und Hansestadt Hamburg, Dr. Jürgen Buchwald, Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Oliver Kumbartzky, Vorsitzender des Umwelt- und Agrarausschusses des Landtages Schleswig-Holstein und Rainer Beckedorf, Staatssekretär im Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Niedersachsen.

Interessensvertretung von 900 Betrieben

Kröger stellte den neuen Verband vor: „Wer ist nun dieser WVG Nord? Er ist der Unternehmensverband des Erwerbsgartenbaues in den Bundesländern Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Als Arbeitgeberverband ist er Tarifpartei. Geografisch reicht das neue Verbandsgebiet von Göttingen bis zur Dänischen Grenze, vom Emsland bis nach Usedom (ca. 2.400 km² mit rund 15 Mio. Einwohnern). Hier werden die Interessen von rund 900 Gartenbaubetrieben vertreten. In seinen Fachausschüssen wird sich der WVG Norddeutschland mit den Themen „Tarifpolitik“, „Bildung und Fachkräftesicherung“, „Umwelt und Nachhaltige Produktion“ sowie „Recht und Steuern“ auseinandersetzen. Netzwerke wie „TOP Ausbildung Gartenbau (TAG)“ ergänzen das Arbeitsspektrum des Verbandes.“

Das Geschäftsführende Präsidium des WVG Nord
Das Geschäftsführende Präsidium des WVG Nord: (v.l.) Dr. Hans Hermann Buchwald, Malente; Thomas Heinemann, Rostock; Michael Seuthe, Schneverdingen; Robert Pake, Bad Harzburg; Dirk Klefer, Augustfehn; Andreas Kröger (Präsident), Hamburg; Stefan Schulz, Papenburg; Dirk Eberlein, Neumünster. Darüber hinaus hat der neue Verband mit Lutz Arnsmeyer und Dr. Frank Schoppa (nicht auf dem Bild) zwei Geschäftsführer, die jeweils mit ihren Teams die Verbandsgeschäftsstellen in Bremen und Hamburg leiten. | Foto WVG Nord

Warum Fusion?

Das Ziel der Fusion zum WVG Nord umriss Kröger wie folgt: „Darum geht es im Kern: wir wollen unsere Ziele als Berufsverband erreichen, wir wollen die Rahmenbedingungen für den Gartenbau in Norddeutschland mitgestalten. Die Interessenvertretung für den Gartenbau, die Betriebsinhaber wie die Beschäftigten, die Öffentlichkeitsarbeit für unser Produkte und Dienstleistungen, die Beratung und Betreuung unserer Mitgliedsbetriebe und -organisationen, all dies erfordert einen starken Verband. Durch den Schritt der Verschmelzung unserer Verbände sichern wir in Anbetracht des andauernden Strukturwandels im Produktionsgartenbau in Deutschland und Europa unsere verbandliche Stärke und Leistungsfähigkeit. Wir sichern auch die Bezahlbarkeit dieser Leistungen aus Sicht des einzelnen Mitgliedes. Und wir profitieren voneinander: indem wir in Norddeutschland unsere Erfahrungen und Kompetenzen zusammentun, unser Netzwerk vergrößern und zugleich Schulterschluss praktizieren.“

Zusammenarbeit wichtig

Andreas Kröger, zuvor Vizepräsident im Gartenbauverband Nord und seit 2006 zugleich Präsident der Landwirtschaftskammer Hamburg, betonte: „Wir wünschen uns die Fortsetzung der guten Zusammenarbeit mit Ministerien, Behörden, Kammern, im ZVG und den Verbänden in Norddeutschland und reichen dafür die Hand.“ Er dankte den Präsidenten Henning Sannemann, Osnabrück, und Andreas Lohff, Lübeck, für ihre erfolgreiche, langjährige Arbeit an der Spitze ihrer Landesverbände und für ihre kollegiale Verbandsführung. „Besonderen Dank und Hochachtung verdient jedoch die historische Leistung der Verbandsfusion. Ihr wart die Schrittmacher der Zusammenarbeit und habt die gesamtnorddeutsche Vision nie aus den Augen verloren.“ bi