BIM: Architekten sehen die Vorteile, aber scheuen die Kosten

DÜSSELDORF, 15.03.2018 – Für die Architekten in Europa hat Building Information Modeling (BIM) große Vorzüge beim Planen und Bauen. Vor allem der Datenaustausch und der immer transparente Projektstatus werden als Vorteil gesehen, so eine aktuelle Studie. Allerdings scheut die Mehrheit die Kosten, die mit der Etablierung von BIM im Architekturbüro verbunden sind.

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Zu ihren Einschätzungen zu BIM hat das Marktforschungsinstitut Bauinfo-Consult zu Beginn des Jahres europaweit 1.600 Architekten telefonisch befragt. In den Antworten spiegelt sich der unterschiedliche Stand der konkreten BIM-Erfahrung in den verschiedenen Ländern wider.
Die britischen Architekten, die mit BIM am besten vertraut sind, sehen vor allem in der besseren Zusammenarbeit mit allen Projektbeteiligten durch BIM ein großes Plus. Die Niederländer, die ebenfalls schon auf einem BIM-affinen Markt tätig sind, schätzen die digitale Planungs- und Baumethode vor allem als Mittel gegen Fehlerkosten. In Spanien setzen die Architekten auf mehr Kontrolle über das tägliche Baustellenchaos durch BIM.

Die Datentransparenz sehen vor allem die französischen, italienischen und belgischen Architekten als wichtigen Vorteil von BIM. In diesen Ländern würden derzeit verstärkt große BIM-Projekte von der öffentlichen Hand lanciert, so die Studie. Deutsche Architekten versprechen sich von BIM vor allem eine bessere und effizientere Projektplanung, ihre polnischen Kollegen erhoffen sich in erster Linie schnellere Projektabläufe.
Die konkrete BIM-Verwendung ist laut Studie bei der großen Mehrheit der europäischen Planer aber nach wie vor stark begrenzt. Die allermeisten hätten den Investitionsaufwand in Anschaffung, Umstellung und Schulung noch nicht stemmen können. Nur in Großbritannien und den Niederlanden sei die Hemmschwelle niedriger.