KRV-Geschäftsklimaindex: Stabiles Absatzniveau zum Jahresende

BONN, 19.03.2018 – Nachdem der Geschäftsklimaindex für Kunststoffrohre im 3. Quartal 2017 im Vergleich zum Vorquartal mit einem Wert von 2,3 Punkten deutlich sank, stabilisierte sich das Absatzniveau zum Ende des vergangenen Jahres. Im 4. Quartal stieg der Index im Vergleich zum Vorquartal leicht an und erreichte einen Wert von 4,1 Punkten.

aktuelle Geschäftsklimaindex für Kunststoffrohre
Im 4. Quartal stieg der Geschäftsklimaindex für Kunststoffrohre im Vergleich zum Vorquartal leicht an und erreichte einen Wert von 4,1 Punkten. | Abbildung: Kunststoffrohrverband e.V.
Beim KRV-Geschäftsklimaindex handelt es sich um einen aktuellen, belastbaren und regelmäßigen Indikator über den „Zustand“ der Kunststoffrohr-Industrie – auch im Sinne eines Konjunkturbarometers. Mit einem Wert von 0,0 liegt der Index für die Geschäftslage im 4. Quartal 2017 etwa 4 Punkte unter dem Niveau des 3. Quartals. Damit stabilisierten sich die Absätze der Rohrhersteller im 4. Quartal in etwa auf Vorjahresniveau. Sehr gut entwickelte sich die Geschäftslage im Bereich Entsorgung. Hier verzeichneten die Rohrhersteller zum Jahresende hin eine äußerst positive Auftragslage. Während das Absatzniveau bei Industrierohren im 4. Quartal 2017 noch leicht über dem Level des Vorjahresniveaus lag, verzeichneten die Rohrhersteller Rückgänge in den Bereichen Versorgung und Haustechnik.

Zentrale Marktbestimmungsfaktoren

Als zentrale Marktbestimmungsfaktoren gelten nach wie vor die Entwicklung der Rohstoffpreise, aber auch Konjunktur und Nachfrageentwicklung im Bausektor. Des Weiteren nehmen die Rohrhersteller wie in den Vorquartalen auch einen starken Wettbewerbs- und Preisdruck wahr. Daneben spielen zunehmend Kostensteigerungen in der Transportlogistik eine gewichtige Rolle. Der überwiegende Teil der Rohrhersteller verzeichnete im 4. Quartal 2017 gestiegene Herstellkosten im Vergleich zum Vorjahresquartal. Dabei spielen neben gestiegenen Rohstoffpreisen vor allem Personal-, aber auch Transport- und Energiekosten eine Rolle. Die Ertragslage wird von knapp der Hälfte der Unternehmen als schlechter im Vergleich zum Vorjahresquartal bewertet. Ausschlaggebend hierfür sind neben den gestiegenen Herstellkosten nach wie vor der harte Preis- und Wettbewerbsdruck.
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