Gepolsterter Pflasterstein garantiert normgerechte Fuge

LAMPERTHEIM, 23.04.2018 – Immer wieder kommt es durch unsachgemäße Verlegung ohne DIN-gemäßen Fugenabstand zu Schäden an Pflasterflächen. Ein neues Pflastersystem vermeidet dieses Problem: Der Pflasterstein „Combiconnect“ ist mit einem EPDM-Profil ausgestattet, das eine stets normgerechte Fuge gewährleistet.

Pflasterstein mit EPDM-Kastenprofil
„Combiconnect“ ist ein Betonpflasterstein im Format 30 x 18 x 10 cm mit werkseitig fixiertem, steinumfassenden EPDM-Kastenprofil. | Fotos: Beton-Pfennig
Bei der Flächenbefestigung fungiert das Fugenmaterial – meist Splitt oder Sand – als „elastischer Puffer“ zwischen den Steinen. Ist die Fuge nicht richtig ausgeprägt, kann sie diese Funktion nicht wahrnehmen und ist unter Belastung nicht in der Lage, die auftretenden Lasten auf die Nachbarsteine zu übertragen. Die Folge sind Kantenabplatzungen und Verschiebungen der Steine. Auf der Suche nach Alternativen, die die Verlegung vereinfachen und die stets eine optimal ausgeprägte Fuge garantieren, waren die verantwortlichen Entwickler beim Hersteller Beton Pfenning schon seit längerer Zeit. Dabei stand die Idee im Raum, die einzelnen Steine schon werkseitig an den Flanken mit einem geeigneten Material zu polstern.
Combiconnect EPDM-Fuge
Nach DIN EN 1338 ergeben sich bei diesem Steinsystem immer
normgerechte Fugenbreiten von 4 mm.

Wartungsfreie Fuge

Das Material, das den hohen Ansprüchen an Temperaturen und dynamischen Belastungen genügt, ist EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk), ein gummielastischer Kunststoff, der seit Jahrzehnten für Dachabdichtungsbahnen verwendet wird. Viele Profile im Fassaden- und Automobilbau basieren auf diesem Werkstoff. „EPDM ist ein dynamisches Material und damit hervorragend geeignet für einen maximalen Lastabtrag“, erklärt Hendrik Jäger, technischer Vertriebsingenieur und Verkaufsleiter im Hause Pfenning. „Auf dieser Erkenntnis basierend, haben wir unser Betonsteinsystem Combiconnect entwickelt, bei dem die Steine mit einem werkseitig fixiertem, steinumfassendem EPDM-Kastenprofil ausgestattet sind.“ Gemäß der DIN EN 1338 ergeben sich so stets normgerechte Fugenbreiten von 4 mm. Anders als bei konventioneller Fugenfüllung stabilisiere sich die Fuge nicht erst nach Jahren, sondern sofort nach Einbau. Der Einsatz von Kehr-Saugmaschinen sei dabei völlig unbedenklich. Jäger: „Das Material zeichnet sich durch hohe Verschleißfestigkeit aus, denn es ist absolut frost- und tausalzresistent sowie temperaturbeständig zwischen -50 und +145 Grad.“

Geeignet für Belastungsklasse BK 3,2

Mit diesen Eigenschaften qualifiziert sich dieses Steinsystem in besonderer Weise für die Belastungsklasse BK 3,2. Zwei wichtige Voraussetzungen an die Belastungsfähigkeit seien erfüllt, so Jäger: „Die Fugen bleiben beim System Combiconnect dauerhaft gemäß den Anforderungen gefüllt, und die Steindicke beträgt 10 cm. Schäden durch ausgetragenes Fugenmaterial zum Beispiel durch Straßenreinigung oder Starkregenereignisse gehören bei diesem absolut wartungsfreien System der Vergangenheit an. Da bei diesem System jeglicher Aufwand für die Fugenfüllung entfällt, fallen auch die Verlegekosten und die Verlegefolgekosten geringer aus.“ Das Fugenmaterial EPDM sei ökologisch unbedenklich und sehr gut recycelbar.

Fläche mit Combiconnect

Erste Flächen wurden schon mit „Combiconnect“ verlegt. Ob sich diese Bauweise am Markt behaupten kann, muss sich noch zeigen.

Spielraum bei der Gestaltung

„Combiconnect“-Pflastersteine sind im Format 30 x 18 x 10 cm lieferbar, was vielfältige Verlegemöglichkeiten im Ellenbogen-, Läufer-, Diagonal- oder im Reihenverband ermöglicht. Und auch farblich bietet sich dank monochromer oder changierender Farben, sowie glatten, texturierten und gestrahlten Oberflächen ein beachtlicher Spielraum. Erste Flächen mit dem System wurden bereits verlegt.
Zu beziehen ist das System über Beton Pfenning in Lampertheim.