Rattenbekämpfung: Neue Köderschutzbox schützt Mensch und Umwelt

HAITERBACH, 14.05.2018 – Nicht nur Ratten selbst stellen eine Gefahr für die Gesundheit von Menschen und Tieren dar, sondern auch die bei der Rattenbekämpfung eingesetzten Giftköder. Mit der Köderschutzbox ToxProtect bietet das Unternehmen ball-b eine Lösung zur Rattenbekämpfung an, die ebenso effektiv wie umweltfreundlich ist.

Steigt der Wasserpegel etwa bei starkem Regen oder Rückstau im Kanal, verhindert das selbstständige Schließsystem, dass der Köder in Kontakt mit dem Wasser kommt.
Steigt der Wasserpegel etwa bei starkem Regen oder Rückstau im Kanal, verhindert das selbstständige Schließsystem, dass der Köder in Kontakt mit dem Wasser kommt.
In Deutschland gibt es rund 350 Millionen Ratten. Durch ihre Wühl- und Nageaktivitäten zerstören sie Bauten und Landschaften. Zudem übertragen sie Krankheiten wie Tuberkulose, Ektoparasiten, Leptospirose, Salmonellen, Wurmeier und die Weil-Krankheit; daher sind Kommunen und Betreiber von abwassertechnischen Anlagen gesetzlich zur Rattenbekämpfung verpflichtet. Doch auch die bei der Rattenbekämpfung eingesetzten Giftköder gefährden die Gesundheit von Menschen und Tieren. Deshalb wurden die Gesetze kürzlich ein weiteres Mal verschärft. Betreiber müssen nunmehr dafür sorgen, dass die Giftköder nicht mit dem Wasserkreislauf in Berührung kommen.
Hintergrund sind die negativen Umwelteigenschaften, die mit diesen Giftködern einhergehen. Die Giftköder (Rodentizide) wirken ähnlich wie blutgerinnende Mittel. Anders als bei klassischen Ködern entsteht bei den Artgenossen so keine Köderscheu, so dass die Rodentizide dauerhaft effizient bleiben. Das Problem ist, dass die eingesetzten Giftstoffe selbst in Klärwerken zu einem großen Anteil nicht beseitigt werden können. Somit sind sie eine ernste und dauerhafte Gefahr für Mensch und Umwelt.
Das Unternehmen ball-b hat mit der Köderschutzbox ToxProtect ein System entwickelt, welches dafür sorgt, dass Giftköder auch in der Kanalisation oder in anderen wassernahen Gebieten eingesetzt werden können, ohne dass Gift in den Wasserkreislauf gelangt.
Das Unternehmen ball-b hat mit der Köder-
schutzbox ToxProtect ein System entwickelt,
welches dafür sorgt, dass Giftköder auch in
der Kanalisation oder in anderen
wassernahen Gebieten eingesetzt werden
können, ohne dass Gift in den Wasserkreislauf
gelangt.

Patentierte Sicherheit

Da diese Probleme schon länger bekannt sind, hat das Nürnberger Unternehmen ball-b die letzten Jahre dazu genutzt, eine zeitgemäße Köderschutzbox zu entwickeln und zur Marktreife zu bringen. Das patentierte System der Köderschutzbox ToxProtect sorgt dafür, dass Giftköder auch in der Kanalisation oder in anderen wassernahen Gebieten eingesetzt werden können, ohne dass Gift in den Wasserkreislauf gelangt – selbst bei Hochwasser nicht. Steigt der Wasserpegel etwa bei starkem Regen oder Rückstau im Kanal, verhindert das selbstständige Schließsystem, dass der Köder in Kontakt mit dem Wasser kommt. Somit erfüllt das System als bislang einziges Produkt die neusten gesetzlichen Anforderungen bezüglich sogenannter Antikoagulanzien im Außenbereich wie etwa in der Nähe von Flüssen und Seen, im offenen Gelände oder auf Mülldeponien.

Da die einzelnen Köderschutzboxen per DECT-Funk mit dem Reader kommunizieren, lassen sich u.a. Schachtöffnung und -besteigung zur Überprüfung der Köder und Boxen vermeiden.
Da die einzelnen Köderschutzboxen per DECT-Funk mit dem Reader kommunizieren, lassen sich u.a. Schachtöffnung und -besteigung zur Überprüfung der Köder und Boxen vermeiden. Vom Reader gelangen die erfassten Daten per GSM oder auch WiFi in die ball-b-Cloud und von dort letztlich in Form eines automatisierten Berichts zum User. Sämtliche Daten lassen sich also zentral erfassen, dokumentieren und auswerten. | Fotos: ball-b

Höherer Arbeitsschutz und niedrigere Kosten

Da die einzelnen Köderschutzboxen per DECT-Funk mit dem Reader kommunizieren, lassen sich u.a. Schachtöffnung und -besteigung zur Überprüfung der Köder und Boxen vermeiden. Das spart Zeit und erhöht den Arbeitsschutz. Neue Köder können im Bedarfsfall ohne Einstieg in den Schacht mit einer Teleskopstange platziert werden. Für die Betreiber der Köderschutzboxen bedeutet das, dass sie die Giftköder sicherer und effizienter einsetzen und managen können.
Vom Reader gelangen die erfassten Daten per GSM oder auch WiFi in die ball-b-Cloud und von dort letztlich in Form eines automatisierten Berichts zum User. Sämtliche Daten lassen sich also zentral erfassen, dokumentieren und auswerten. Laut ball-b können die Betriebskosten so bis zu 75 % gesenkt werden – und die Mengen an eingesetzten Giftködern um bis zu 70 %. Die quantitative Rattenpopulation lässt sich mit dem System ebenfalls ermitteln und überprüfen. Unter anderem ist die Lösung bereits in Lörrach, Görlitz, Dortmund und Wertheim erfolgreich im Einsatz. Auf der IFAT können sich die Besucher am Messestand von ball-b (Halle B3, Stand 533) von der Köderschutzbox überzeugen.