Smarte Schachtkonfiguration: Rehau treibt digitale Planung voran

REHAU, 23.05.2018 – Wie Planungs- und Produktionsprozesse von Schächten dank Digitalisierung erheblich vereinfacht und beschleunigt werden können, zeigte der Polymerexperte Rehau kürzlich auf der IFAT. Langlebige, leicht zu handhabende polymere Schächte der Nennweite DN 1000 mit komplexen Schachtgeometrien bieten nun eine vorteilhafte Alternative zu branchenüblich behäbigeren Lösungen.

Dank smartAwaschacht können Schächte mit vielen großdimensionierten Zuläufen heute in DN 1000 realisiert werden. | Foto: Rehau
Dank smartAwaschacht können Schächte mit vielen großdimensionierten Zuläufen heute in DN 1000 realisiert werden. | Foto: Rehau

Schächte manuell konstruieren und Objektfragebögen mit der Hand ausfüllen: Diese fehleranfälligen, aufwändigen und zeitintensiven Projektschritte gehören der Vergangenheit an. Auf der IFAT präsentierte Rehau eine intelligente Softwarelösung, um Schächte detailliert zu konfigurieren und alle relevanten Planungsinformationen mit einem Klick einzulesen.

Einfache und flexible Schachtplanung

„Online und per App lassen sich individuelle Wunschschächte nun an jedem Wochentag und zu jeder Uhrzeit konfigurieren“, erläutert Peter Staschik, Produktmanager bei Rehau. Im Zuge der Datenaufbereitung entsteht dadurch in nur 24 Stunden ein digitaler Schachtzwilling, der die Prüfung komplizierter Schächte vereinfacht und Fehler vermeidet. Aufgrund moderner digitalisierter Fertigung produziert Rehau diese smart konfigurierten Schächte innerhalb kürzester Zeit. „Damit hängt eine weitere innovative Produktlösung zusammen“, erläutert Guido Kania, Leiter Technik Tiefbau bei Rehau. „Mussten Schächte mit vielen großdimensionierten Zuläufen bisher üblicherweise in DN 1200 oder sogar DN 1500 gefertigt werden, so können sie heute dank smartAwaschacht in DN 1000 realisiert werden.“ Dadurch ist der Schacht um ein Vielfaches leichter, beansprucht weniger Platz in engen Baustellensituationen und gestaltet Tiefbauarbeiten kostengünstiger. Zudem wird er vollständig aus dem dauerhaft korrosionsbeständigen, hochwertigen Werkstoff Polypropylen gefertigt.

Einfachere Tiefbauarbeiten mit Großschächten DN 1000

Im Vergleich zu einem Schacht der Nennweite DN 1500 spart ein smartAwaschacht DN 1000 etwa 34 Prozent des Erdaushubs und 76 Prozent des Lagerplatzbedarfs, was sich gerade in beengten Ballungszentren auszahlt. Die deutlich leichtere Lösung verhindert zudem das gefährliche Handling von andernfalls bis zu acht Tonnen schweren Bauteilen. Dabei ist der nach dem Baukastenprinzip konzipierte Awaschacht mit Konus, Schachtring und Schachtboden auf eine direkte sohlgleiche Anbindung aller Rohrwerkstoffe wie Steinzeug, Guss, Beton oder GFK ausgelegt. „Natürlich ist smartAwaschacht mit anderen Materialen kompatibel, aber es hat zahlreiche Vorteile, sich für ein durchgehendes, polymeres Gesamtsystem zu entscheiden“, betont Guido Kania. „Die robusten Bauteile aus korrosionsbeständigem Material sichern die dauerhafte Dichtheit und eine Lebensdauer von mindestens 100 Jahren.“