Beregnung ressourcenschonend für 220 Hektar

St. Leon-Rot, 14.06.2018 – Der mehrfach ausgezeichnete Golfclub im baden-württembergischen St. Leon-Rot, der auch ein Leistungszentrum des Deutschen Golfverbands beherbergt, hat das Greenkeeping durch die Einführung der zentralen Beregnungssteuerung Lynx optimiert. Dadurch kann nicht nur Wasser gespart werden.

Im Platz-Report werden die Beregnungsverläufe und eventuelle Fehlermeldungen angezeigt und graphisch verdeutlicht – Korrekturen sind damit schnell durchgeführt.
Im Platz-Report werden die Beregnungsverläufe und eventuelle Fehlermeldungen angezeigt und graphisch verdeutlicht – Korrekturen sind damit schnell durchgeführt.

Erst vor Kurzem war auf dem neuen Wedge-o-Drom die zentrale Beregnungssteuerung Lynx von Toro als Test installiert worden. Auf dem Übungsgrün für Schläge von ein bis 130 m – ein Geschenk des Platzgründers und Präsidenten Dietmar Hopp – überzeugte die Systemsteuerung. Nun ist sie auf den gesamten Platz mit beiden 18-Loch-Anlagen ausgeweitet worden.

Zu den Hauptaufgaben, mit denen die 31 Greenkeeper die Grüns für die 1.900 Mitglieder des Golfclubs sowie für Gäste hochkarätiger Turniere wie bspw. dem Deutsche Bank-SAP Open frisch halten, zählt die ausgewogene Beregnung. Hier wird auf den gepflegten Zustand der Anlage bei möglichst geringem Wasserverbrauch Wert gelegt. Ca. 3.500 Toro-Beregner auf St.Leon-Rot bewässern eine Gesamtfläche von 220 ha. Pflege, Wartung und schnelle Fehlersuche auf der Anlage wird durch die zentrale Steuerung optimiert: Lynx sorgt dabei für eine Einsparung beim Wasser von ca. 30%.

Die Verbesserungen sind für Craig Cameron, Superintendent des Greenkeepings, unverzichtbar: „Früher gab es keine Rückmeldung, ob Regner ansprangen – ärgerlich, wenn es unbemerkt Austrocknungen gab. Nun haben wir alle Infos in Echtzeit. Das ist top für unseren anspruchsvollen Platz. Wir sparen Zeit und Geld. Decoderwechsel können per App, mit Scan des Barcodes am Decoder, direkt an Lynx übermittelt werden, ohne neue Programmierung.“

Sekundengenaue Dosierung

Ein Grund für die Sparsamkeit ist die Berechnung der Wassermenge in Sekunden und nicht mehr in Minuten. Auf Dauer sind das enorme Mengen. Die Greenkeeper können jeden Regnerkopf einzeln steuern, um etwa spontan die Beregnung zu stoppen – von jedem Standpunkt aus. „Mit der mobilen Steuerung sehe ich auch noch so plötzliche Regengüsse entspannt“, sagt Daniel Lüttger, Head Greenkeeper am Golfplatz Rot – um Wasser zu sparen, zückt er das Smartphone und schaltet über Lynx Mobile bei Wetterveränderungen die eigenen Regner ab. Mit Hilfe von Regnern und der Steuerung von Toro hat Lüttger die Greens heute im Griff.

Diverse Erweiterungen möglich

Weitere Erweiterungen werden möglich, z.B. Turfguard Bodensensoren. Diese senden dann ihre Daten an einen PC, etwa über eine beginnende Austrocknung. In Lynx integrierte Wetterstationen könnten dem noch aktuelle Niederschlagsmengen hinzufügen. Die Greenkeeper würden damit zentral für jeden Bereich über genaue Daten zur dosierten Wassermenge und Beregnungsdauer verfügen und müssten dann lediglich Differenzen aussteuern.

Keine Wasserverschwendung und Fehlersuche

Eine überschüssige Beregnung der Anlage wird durch Lynx heute schon vermieden. Das Wasser wird sekundengenau dosiert und verteilt. Mit der interaktiven Karte der Steuerung betreuen die Greenkeeper von St. Leon-Rot auf einen Blick den Zustand ihrer Greens. Informationen der Beregner vereinfachen die Fehlersuche. Das System berichtet detailliert, wo welche Probleme auftreten. Die Verknüpfung der Infinity-Regner von Toro, mit denen die Greens ausgestattet sind, ermöglicht zusammen mit der Lynx-Steuerung qualifizierte Warnmeldungen ohne dass der Regner gesehen oder geöffnet werden muss.
Für Greenkeeper Lüttger ist das wertvolle Zeitersparnis: Er kann Instandsetzungen sofort umsetzen und weiß, welches Ersatzteil wohin mitzunehmen ist. bi