Neubau Überseebrücke: Schalungs-Premiere an der Hafenkante

HAMBURG, 26.07.2018 – Exponierte Lage auf sehr kleinem Baufeld, runde, schräge und weit auskragende Betonkonstruktionen - das sind die Attribute des Hamburger Überseerestaurants. Das Bauunternehmen Jürgen Martens setzte hier zum ersten Mal Schalungen von Paschal ein – und brachte das Projekt unkompliziert in „trockene Tücher“.

Die Logo.3 im Einsatz mit einer Schalhöhe von bis zu 4,875 m. Im Hintergrund die Elbphilharmonie.
Die Logo.3 im Einsatz mit einer Schalhöhe von bis zu 4,875 m. Im Hintergrund die Elbphilharmonie.
Jahrzehntelang prägte der kantige Restaurantbau Überseebrücke das Bild an Hamburgs Hafenkante zwischen HafenCity und Landungsbrücken. Der Rückbau des 60er-Jahre-Gebäudes war das Startsignal für den letzten Abschnitt des neuen Flutschutzbauwerks, an dem seit mehr als fünf Jahren gearbeitet wird. Wobei der Landesbetrieb Straßen, Brücken Gewässer hier im Auftrag der Umweltbehörde nicht ein rein technisches Bauwerk schafft, sondern quasi eine völlig neue Promenade: Die wird um bis zu 1,70 m höher sein als die alte Anlage.

Die Generalplanung der Architektin Zaha Hadid nimmt dem eigentlichen Hochwasserschutz seine gestalterische Wucht, was sich im geometrisch anspruchsvollen Entwurf des Hamburger Überseerestaurants, entstanden in Kooperation von studioh2k und Zaha Hadid Architects, wiederspiegelt.

Die Planung sah nach dem Rückbau des Restaurants den dreigeschossigen Neubau mit rund 920 m² Bruttogrundrissfläche vor, der die Hochwasserschutzanlage formal ergänzt. Da der Restaurantneubau unmittelbar am Wasser steht und auch den Hochwassern sicher standhalten muss, war beim Schalen und Betonieren alle 8,00 m ein Bentonierabschnitt und der Einbau von durchgehenden Dichtungsblechen beim Schalen und Betonieren einzuplanen und auszuführen.

TTR-Trapezträger-Rundschalung eingesetzt zum einhäuptigen Schalen einer Außenwand gegen eine vorhandene Betonkonstruktio
Die stufenlos verstellbare TTR-Trapezträger-Rundschalung eingesetzt zum einhäuptigen Schalen einer Außenwand gegen eine vorhandene Betonkonstruktion.
Die Jürgen Martens GmbH & Co. KG aus Hamburg hat bei diesem Projekt erstmals die umfassenden Vorzüge und Systemkompatibilität der Schalungen von Paschal kennen und schätzen gelernt. Nach der von Paschal erstellten Schalungsplanung setzte die Bauunternehmung das Schalsystem Logo.3 in Kombination mit der TTR - Trapezträger-Rundschalung und der Paschal Deck ein.

Bauleiter Markus Weise und Polier Ronald Walter sind von der einfachen Handhabung und der durchgängigen Kompatibilität begeistert. „Wir kamen auf Anhieb bestens zurecht – dank der ausführlichen Schalungsplanung und der Einweisung“, so der Polier. „Die extreme Vielfältigkeit der einzelnen Schalsysteme wie auch die Kompatibilität der Systeme untereinander haben uns die Arbeiten erleichtert und uns signifikant beim Einhalten der Bauzeit unterstützt, sodass der Fertigstellung bis Ende 2018 unsererseits nichts im Wege steht“, so der Bauleiter. „Und das Tolle ist“, meint Weise weiter, „selbst die verschiedenen Schalungsrüttler, die wir bei besonders schlanken Stahlbetonwandkonstruktionen einsetzten, konnten ohne Anpassungsaufwand an der Paschal-Schalung befestigt werden.“

Das Schalungssystem Logo.3 wurde hier für die Erstellung zahlreicher Betonkonstruktionen genutzt, beispielsweise als Sohlenrandschalung für die bis zu 1,30 m dicke Bodenplatte mit mehr als 85 t Stahlbewehrung und 360 m³ WU-Beton, die auf Bohrpfählen aufliegt. Die Universalschalung kam hier auch als Stützenschalung und Wandschalung mit einer Schalhöhe von 4,875 m zum Einsatz. In Teilbereichen, dort wo Konstruktionen der Neubauten ineinander übergehen, wie im Erdgeschoss, wurde die Logo.3 als einhäuptige Wandschalung mit Paschal-Stützböcken zum Ableiten des Frischtbetondrucks eingesetzt.

Die stufenlos verstellbare Trapezträger-Rundschalung TTR wurde zum Schalen der Brüstungen und Unterzüge sowie als gerundete Wandschalung mit Schalhöhen von 4,875 m verwendet.