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Mit Karacho durch den Betontunnel

SÜSSEN, 30.07.13 - Im Freizeitpark Tripsdrill gibt es eine neue Attraktion: die Katapult-Achterbahn „Karacho“. Ihre rasante Fahrt führt auch durch einen schwarzen Betontunnel. Bei seinem Bau musste die Baufirma ordentlich Tempo vorlegen.

Die neue Achterbahn im Erlebnispark tripsdrill
Sie gleicht einem gordischen Knoten – die neue Katapult-Achterbahn im Erlebnispark Tripsdrill bei Cleebronn. Von den Betonarbeiten ist seit der Fertigstellung aber nicht mehr viel zu sehen. | Foto: Erlebnispark Tripsdrill
Anwendung der Noetop Großflächen- Schaltafeln im Freizeitpark Tripsdrill
Innerhalb der integrierten Gurtungen der Noetop Großflächen-
Schaltafeln können die Spannstellen frei gewählt werden.
| Foto: Noe-Schaltechnik
Im schwäbischen Freizeitpark Tripsdrill bei Heilbronn ist eine neue Katapult-Achterbahn entstanden. Die 30 m hohe Achterbahn „Karacho“ beschleunigt in nur 1,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h. 960 Personen pro Stunde können in ihr die Auswirkungen von Schwerkraft in Kombination mit Geschwindigkeit erleben. Um der rasanten Fahrt einen besonderen Reiz zu verleihen, führt die 700 m lange Strecke unter anderem durch einen Betonkubus, dessen Innenwände vollständig schwarz sind.
Der Kubus und das Gebäude, in dem die Gäste ein- bzw. aussteigen, sowie ein großer Teil der Fundamente wurde vom Bauunternehmen Albert Amos aus Brackenheim erstellt. Dabei vertraute das Bauunternehmen auf die Noe-Schaltechnik und setzte unter anderem die Stahlrahmenschalung Noetop sowie die Noetop R 275 Rundschalung ein.

Rahmenschalung in XXL-Variante

Die feuerverzinkte Noetop Rahmenschalung zeichnet sich durch ihre feuerverzinkten Rahmen und Profile aus, die ihr eine hohe Lebensdauer verleihen. Der zulässige Betondruck liegt bei 88 kN/m². Ein besonderer Vorteil der Noetop: Durch die integrierte Gurtung lässt sich die Rahmenschalung auch als „Trägerschalung“ einsetzen. Darüber hinaus lassen sich die Spannstellen bei Bedarf innerhalb der Gurtungen frei wählen.
Beim Bau der Achterbahn war für die Amos-Mitarbeiter vor allem die XXL-Variante der Noetop interessant. Sie ist 5,30 x 2,65 m groß und erlaubte es, auf der Baustelle in Tripsdrill bis zu 10 m hohe Wände mit allen erforderlichen Wand-, Decken- und Installationsanschlüssen in einem Arbeitsgang zu errichten. „Seit Jahren erstellen wir fast alle horizontalen Betonelemente mit der Noetop“, sagt Matthias Duran, der Polier des Bauvorhabens. „Die Arbeitsvorbereitung ist sehr gut, vor allem bei den 10 m hohen Wänden erleichterten uns die Noe-Schalpläne die Arbeit wesentlich.“

Das Baunternehmen Amos bei der Errichtung der Fundamente im Freizeitpark Tripsdrill
Eine besondere Herausforderung an das Bauunternehmen Amos – neben der kurzen Bauzeit – waren die 120 Fundamente für Stützen der Katapult-Achterbahn, die fast alle einzeln herzustellen waren. | Foto: Erlebnispark Tripsdrill

120 eng stehende Einzelstützen

Zu den besonderen Herausforderungen, denen die Amos-Mitarbeiter gerecht werden mussten, gehörten neben einer kurzen Bauzeit von nur sechs Monaten und den schwierigen Wetterverhältnissen – es regnete fast jeden Tag – auch die unterschiedlich hohen Fundamente. Die Stützenfundamente haben in der Regel eine Grundfläche von 4,00 x 4,00 m und gründen zwischen vier und fünf Meter tief. Die aufgesetzten Köcherstützen haben unterschiedliche Höhen. Maximal waren die Stützen mit einem Querschnitt von 120 cm x 120 cm bis zu 9 m hoch. Um die Lasten und Schwingungen der Achterbahn sicher aufzunehmen, sahen die Mitarbeiter des verantwortlichen Statik-Büros insgesamt ca. 120 Stützen in und neben den Gebäuden vor. So kommt es, dass die Fundamente der Achterbahnstützen sehr eng stehen bzw. teilweise beinahe die Gründung des schwarzen Kubus und des Eingangsbereiches berühren. Die Fundamente waren fast alle getrennt zu betonieren, um zu vermeiden, dass die Schwingungen der fahrenden Achterbahn übertragen werden. Fast alle Fundamente und Betongebäude sind ganz oder teilweise wieder mit Erdreich überdeckt und sind so für den Besucher nicht sichtbar.

Flexible Rundschalung für individuelle Radien

Doch nicht nur bei den geraden Wänden konnten Noe-Schalungen punkten: Entsprechend dem Verlauf der Achterbahn musste eine gekrümmte Wand mit einem Durchmesser von 18 m erstellt werden. Hierfür nutzten die Amos-Mitarbeiter die Noetop R 275 Rundschalung. Diese eignet sich für Radien ab 275 cm und ist mit der Noetop kompatibel. Um die Arbeit so effizient wie möglich zu machen, stellt Noe den ersten zu schalenden Radius bereits werkseitig ein. So kann die Noetop R 275 schnellstmöglich eingesetzt werden. Sind weitere Radien erforderlich, lassen sich diese mit wenigen Handgriffen einstellen. Um höhere Wände zu errichten, wird die Schalung einfach aufgestockt.

Wilde Fahrt mit der "Karacho" - inklusive Tunnel und Gekreisch.