Ruckzuck verlegt, mit Wasser gebunden

Der Weg beim neuen Naturbadeteich in Trabelsdorf erhielt eine HanseGrand-Decke, exakt und schnell verlegt mit einem Heide-Flächenfertiger.

Von Erwin Bauer,

Hollern-Twielenfleth

Der Heide-Flächenfertiger in Aktion
Rasch und präzise erfolgt der Einbau der dynamischen Schicht mit dem Heide-Flächenfertiger. | Fotos: E. Bauer

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Das neue Badeparadies in der oberfränkischen Gemeinde Lisberg-Trabelsdorf - siehe ausführlichen Baubericht in dieser Ausgabe - erstrahlte in diesem Frühjahr in neuem Glanz. Doch der provisorisch befestigte Weg, der vom Hotel „Zum Alten Kurhaus“ bis zum Liegesteg und von dort über eine Brücke zum Schlosspark führt, passte nicht mehr zum sonstigen Ambiente. Der verantwortliche Landschaftsarchitekt Marc Goossens schlug vor, die oberste Schicht des Weges mit einer wassergebundenen Decke zu veredeln. Diese ökologische Flächenbefestigung hat den Vorteil, dass sie ihre Festigkeit auf natürliche Weise bereits nach wenigen Wetterwechseln erreicht. Der Belag aus Naturbaustoffen ist zudem wasserdurchlässig und lässt sich bei Beschädigungen jederzeit nachträglich und leicht sanieren, was sich wiederum positiv auf die Pflegekosten auswirkt. Lisbergs Bürgermeister Peter Deusel zeigte sich schnell interessiert, hat er doch „sehr viel Herzblut“ in das Badesee-Projekt investiert. Auch das für den kommunalen Wegebau im Landkreis zuständige Amt für ländliche Entwicklung in Bamberg konnte der engagierte Kommunalpolitiker für die Mitfinanzierung gewinnen.

Auf die Mischung kommt es an

Beim Einbau der wassergebundenen Decke und der darunter liegenden dynamischen Schicht wurden die mineralischen Naturbaustoffe von HanseGrand verwendet. Das im niedersächsischen Selsingen beheimatete Unternehmen hat sich mitteleuropaweit auf die Herstellung wassergebundener Wegedecken spezialisiert. Der Clou: Die mineralischen Mischungen aus Hartsteinsplitten, bindigen Spezialkiesen und speziellen Brechsanden brauchen nicht von weit her angefahren werden, weil sie in Kooperation mit regionalen Schotterwerken hergestellt werden. Dadurch können heimische Gesteinstypen mit kurzen Lieferwegen angeboten werden, wodurch sich ein gutes Preis-Leistungsverhältnis ergibt. Inzwischen werden die Mineraldecken von HanseGrand bundesweit regional produziert. So liegt der Materialbedarf frei Baustelle einer fertigen Deckschicht von 4 cm Stärke in der Regel zwischen 3,30 Euro und 4,50 Euro pro Quadratmeter, je nach Entfernung. HanseGrand-Firmenchef Hans Pape erläutert die Vorzüge des Materials: „Wir können zwar nicht zaubern, bringen aber verschiedene Materialien aus Steinen und Sanden in einem ausgewogenen Verhältnis mit spezieller Sieblinie so zusammen, dass sie sich mit möglichst wenig Feinanteilen gut miteinander verzahnen. Dadurch sind unsere mineralischen Wegedecken kornstabil und gleichzeitig scherfest. Durch die geringen Feinstanteile erreichen sie eine dauerhaft gute Wasserführung und Durchlässigkeit bei minimaler Staubentwicklung.“

Den ausführlichen Bericht hierzu finden Sie in der September-Ausgabe der bi-GaLaBau.

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